In den vergangenen Wochen sorgen Sichtungen eines Riesenhais vor der kroatischen Küste für Aufsehen. Touristen und Experten berichten von einem beeindruckenden Naturschauspiel, das gleichzeitig Fragen zum Schutz der gefährdeten Art aufwirft.
Riesenhai gesichtet vor der Adria‑Küste
Vor der kroatischen Küste, etwa vor Pula und der Insel Cres, wurde jüngst ein großer Hai dokumentiert, den Meeresforscher und Naturschützer als Riesenhai identifizieren. Die charakteristische Rückenflosse und die Größe des Tieres deuten darauf hin, dass es sich um einen Riesenhai handelt – die zweitgrößte Haiart der Welt nach dem Walhai.
Experten betonen, dass Riesenhaie zwar imposant wirken, aber für Menschen völlig ungefährlich sind: Sie ernähren sich als Filterfresser vor allem von Plankton und nehmen dabei große Wassermengen durch ihr Maul auf. Trotz ihrer Größe werden Riesenhaie in der Adria immer wieder gesichtet, was Forschende für wichtige Schutz‑ und Beobachtungsdaten nutzen.
Welche Rolle spielt der Riesenhai im Ökosystem?
Der Riesenhai ist einer der wichtigsten Filterfresser im Meer und spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung von Planktonpopulationen. Durch ihre langsame, oberflächennahe Schwimmweise fangen sie kleinste Organismen und tragen so indirekt zur Balance im marinen Nahrungsnetz bei.
Gleichzeitig ist der Riesenhai auf der Roten Liste der IUCN als gefährdete Art geführt, weil frühere intensive Bejagung und Beifänge in Fischereinetzen die Bestände stark dezimiert haben. Aktuelle Beobachtungen in der Adria und anderen Regionen helfen, seine Wanderwege und Lebensräume besser zu verstehen – ein wichtiger Schritt für effektiven Meeresschutz.
Quellen
Hai-Alarm in Kroatien: Riesenhai taucht neben Touristen auf
Seltener Glücksfall: Riesenhai vor Kroatiens Küste gesichtet