In der englischen Grafschaft Devon kam es am ersten Weihnachtstag zu einem tragischen Unfall. Dutzende Menschen hatten sich an der Südküste Englands traditionell zum sogenannten Christmas Day Swim versammelt, um bei winterlichen Temperaturen ins Meer zu springen. Doch das fröhliche Spektakel endete dramatisch: Zwei Männer gelten seit dem Ereignis als vermisst und werden von der Küstenwache gesucht.
Rettungskräfte im Großeinsatz
Nach Angaben der britischen Küstenwache löste ein Zeuge kurz nach Beginn des Schwimmens den Notruf aus. Mehrere Boote, Hubschrauber und Rettungstaucher waren daraufhin stundenlang im Einsatz. Trotz intensiver Suchmaßnahmen verlief die Aktion bislang ohne Erfolg. Die Suche wurde am späten Nachmittag aufgrund von einsetzender Dunkelheit zunächst unterbrochen, soll aber – je nach Wetterlage – fortgesetzt werden.
Gefährliche Strömungen im Wintermeer
Ein Sprecher der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) warnte erneut vor den Risiken solcher Winteraktionen. „Die niedrigen Wassertemperaturen und starken Küstenströmungen können selbst erfahrene Schwimmer schnell in Lebensgefahr bringen“, sagte er gegenüber der BBC. Gerade an den Feiertagen unterschätzten viele Teilnehmer die Gefahren, weil sie die Veranstaltung eher als gesellschaftliches Ereignis betrachteten.
Tradition mit Risiko
Das Weihnachtsschwimmen hat in vielen Küstenorten Großbritanniens eine lange Tradition. Hunderte Menschen stürzen sich jedes Jahr am 25. Dezember – oft kostümiert – in die eisigen Fluten, um Spenden zu sammeln oder schlicht den Jahresabschluss zu feiern. Nach dem Vorfall in Devon wird nun über strengere Sicherheitsauflagen diskutiert. Einige Gemeinden haben bereits angekündigt, künftige Schwimmevents zu überprüfen.
Quellen
Zwei Männer ertrinken wohl beim Weihnachtsschwimmen
Zwei Personen nach Weihnachtsschwimmen vermisst