Zum Jahreswechsel 2025 hat Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner traditionellen Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands appelliert, sich nicht von Angst und Pessimismus leiten zu lassen. Angesichts der angespannten weltweiten Sicherheitslage – insbesondere dem weiterhin andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den zunehmenden Spannungen in den transatlantischen Beziehungen – betonte Merz die Bedeutung von Zuversicht, Entschlossenheit und Solidarität.
„Hören wir nicht auf Angstmacher und Schwarzmaler“, sagte der Kanzler in seiner Rede. Es gehe darum, Vertrauen in die eigene Stärke und in die demokratischen Institutionen zu bewahren.
Sicherheit und Reformen als politische Leitlinien
Merz kündigte an, Deutschland werde seine Verantwortung innerhalb der europäischen Sicherheitsarchitektur weiterhin ernst nehmen. Er versprach, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu stärken, gleichzeitig aber auch in den sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Reformen zu investieren. Konkret sprach er von einer Modernisierung der Verwaltung, einer Reform des Steuersystems sowie weiteren Initiativen, um den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu sichern.
„Sicherheit bedeutet nicht nur Schutz vor äußeren Bedrohungen, sondern auch wirtschaftliche Stabilität und soziale Gerechtigkeit“, erklärte Merz.
Zwischen Krisen und Chancen: Ein Jahr der Entscheidungen
2025 werde, so Merz, ein Jahr der Entscheidungen. Der Kanzler blickte auf Herausforderungen wie die Energieversorgung, den Fachkräftemangel und die digitale Transformation, zeigte sich jedoch optimistisch:
„Wir stehen vor großen Aufgaben – aber wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir sie meistern können.“
Er rief die Bürgerinnen und Bürger auf, trotz der globalen Unsicherheiten den Blick nach vorn zu richten und gemeinsam an einer sicheren und freien Zukunft zu arbeiten.
Reaktionen und politische Einordnung
Politische Beobachter werten die Neujahrsansprache als Versuch des Kanzlers, nach einem turbulenten Jahr das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Besonders vor dem Hintergrund innenpolitischer Debatten über Verteidigungsausgaben, Energiepolitik und Migration sieht Merz die Notwendigkeit, eine politische Mitte der Vernunft und Stabilität zu stärken.
Er positioniert sich damit bewusst gegen populistische Kräfte, die mit Angstszenarien und Spaltung Stimmung machen – sowohl von rechts als auch von links.
Quellen
“Hören wir nicht auf Angstmacher und Schwarzmaler”
Bundeskanzler Merz spricht Bürgern Mut zu

