Moskau hat neue Aufnahmen veröffentlicht, die angeblich eine ukrainische Drohne zeigen sollen, die sich einer Residenz von Präsident Wladimir Putin nähert. Nach Angaben russischer Staatsmedien stammen die Bilder von Überwachungskameras in der Nähe der Anlage. Das Video zeigt demnach ein Flugobjekt, das über das Gelände fliegt, bevor es angeblich abgeschossen wurde. Eine unabhängige Überprüfung der Aufnahmen ist bisher nicht möglich.
Kiew dementiert jegliche Verantwortung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Vorwürfe scharf zurück. „Die Ukraine greift keine persönlichen Residenzen an, schon gar nicht die des russischen Präsidenten“, erklärte Selenskyj auf einer Pressekonferenz. Auch das ukrainische Verteidigungsministerium bezeichnete die Berichte als „provozierte Desinformation“. Laut Kiew diene die Veröffentlichung solcher Aufnahmen lediglich dazu, innenpolitische Spannungen zu verschärfen und die russische Bevölkerung zu mobilisieren.
Unabhängige Quellen können Video nicht verifizieren
Internationale Agenturen wie Reuters und AFP berichteten, dass die von Moskau präsentierten Bilder nicht unabhängig überprüft werden konnten. Mehrere Analyseportale, darunter „Bellingcat“ und „Conflict Intelligence Team“, untersuchen derzeit die Herkunft und Authentizität der Aufnahmen. Medienexperten weisen darauf hin, dass Russland in der Vergangenheit mehrfach Videos mit zweifelhafter Herkunft als „Beweismaterial“ genutzt habe.
Reaktionen aus dem Westen
Vertreter der EU und der Vereinigten Staaten äußerten sich zurückhaltend. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, Washington habe „keine eigenen Erkenntnisse“, die einen Angriff dieser Art bestätigen würden. Die EU forderte beide Seiten zur Zurückhaltung auf und erinnerte daran, dass Desinformation zunehmend als Waffe im Informationskrieg eingesetzt werde.
Quellen
Moskau veröffentlicht Bilder von Drohne
Vermeintlicher ukrainischer Drohnenangriff auf Putins Residenz