07.01.2026
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Trump und der Venezuela-Einsatz – America First mit Biss?

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Die jüngsten US-Militärschläge in Venezuela, bei denen Präsident Nicolás Maduro gefasst wurde, werfen Fragen zur America-First-Politik von Donald Trump auf. MAGA-Anhänger erwarten Anti-Interventionismus und Priorisierung US-Interessen, doch Trumps Ankündigung, das Land vorübergehend zu „verwalten“ und US-Ölkonzerne einzusetzen, stößt auf geteilte Reaktionen. Dennoch bleibt die Doktrin flexibel, da wirtschaftliche Vorteile und regionale Stabilität im Vordergrund stehen.

MAGA-Erwartungen an Trump

MAGA-Supporter fordern von Präsident Trump eine strikt anti-interventionistische Haltung und das Motto „America First über alles“. Lange Zeit kritisierte Trump endlose Kriege und versprach, US-Truppen aus dem Ausland abzuziehen, was seine Basis mobilisierte. Der Fokus liegt auf inneren Problemen wie Wirtschaft, Einwanderung und Drogenbekämpfung, nicht auf Regimewechseln im Ausland.

Der Einsatz in Venezuela

Anfang Januar 2026 führten US-Streitkräfte Luftangriffe in Caracas durch und entführten Maduro sowie seine Frau, um sie in New York vor Gericht zu stellen. Trump rechtfertigte dies mit Drogenhandel, Einwanderung aus venezolanischen Gefängnissen und dem Zugriff auf Ölvorkommen – Venezuelas Reserven sind die weltgrößten. Er kündigte an, US-Firmen würden die marode Ölinfrastruktur mit Milliarden reparieren und Einnahmen generieren, bis ein „sicherer Übergang“ erfolgt.

Spannungen in der MAGA-Base

Der Einsatz spaltet die MAGA-Bewegung: Während viele wie Steve Bannon die Operation als Erfolg feiern, kritisieren Figuren wie Marjorie Taylor Greene, Thomas Massie oder Candace Owens einen Bruch mit dem Isolationismus. Sie vergleichen es mit Irak oder Afghanistan und warnen vor langfristiger Besatzung. Republikaner in Florida unterstützen es jedoch wegen anti-kommunistischer Haltung.

Flexibilität der America-First-Doktrin

America First erweist sich als flexibel: Trump rahmt den Venezuela-Einsatz als Schutz US-Interessen – gegen Drogen, Migration und Einfluss von China/Russland – und als moderne Monroe-Doktrin. Experten sehen hier keine fundamentale Abkehr, sondern pragmatische Anpassung an Nahbedrohungen, solange keine endlosen Kriege entstehen. Die Basis toleriert es vorerst, da Öleinnahmen und Stabilität im Hemisphäre priorisiert werden.

​Quellen

America First ist flexibel
US-Angriffe in Venezuela lösen regionale und globale Alarmstimmung aus

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