Parteichefin Alice Weidel äußert sich auffällig zurückhaltend zum US-Angriff auf Nicolás Maduro, obwohl das AfD-Wahlprogramm klare Prinzipien des Völkerrechts propagiert. Außenpolitiker Markus Frohnmaier, kürzlich in den USA aktiv, vermeidet eine direkte Bewertung und spricht von „rechts-theoretischen Diskursen“. Im Kontrast kritisieren Flügelmitglieder wie Torben Braga und Benedikt Kaiser den Eingriff scharf und warnen vor einer „fünften Kolonne“ MAGA.
Nähe zur Trump-Administration
Eine AfD-Delegation reiste kürzlich in die USA, um Kontakte zu Republikanern zu knüpfen – finanziert durch Steuergelder. Frohnmaier plant sogar einen Kongress mit US-Vertretern in Berlin. Diese Ambitionen kollidieren nun mit der Ablehnung multilateraler Interventionen, wie sie die AfD bei der Ukraine-Politik einfordert.
Öffentliche Meinung und Umfragen
ARD-DeutschlandTrend zeigt, dass AfD-Anhänger mit 58 Prozent eine zurückhaltende Reaktion Deutschlands bevorzugen – anders als die Mehrheit der Bevölkerung. Experten sehen hier einen offenen Widerspruch in der AfD-Ideologie zwischen nationaler Souveränität und transatlantischer Loyalität.
Ausblick auf AfD-Außenpolitik
Die Debatte offenbart langfristige Risse: Von der Monroe-Doktrin bis zu Carl Schmitts Großraumgedanken suchen AfD-Theoretiker wie Maximilian Krah nach eigener Ordnung. Eine einheitliche Haltung bleibt aus, was die Partei vor weiteren inneren Konflikte stellt.
Quellen
AfD zerreißt es: Loyalität zu Trump oder Souveränität?
Venezuela-Krise: AfD ringt mit Trump-Dilemma und Basis-Spaltung