12.01.2026
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Massenproteste in Minneapolis: Tausende gegen ICE, Dutzende in Haft

Minneapolis-ICE-Proteste-Festnahmen

In Minneapolis, Minnesota, sind in den vergangenen Tagen Tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Praktiken der US-Einwanderungsbehörde ICE zu protestieren. Die Demonstrationen, die sich gegen Abschiebungen und Haftbedingungen von Migranten richten, eskalierten am Wochenende und führten zu Dutzenden Festnahmen. Die Proteste spiegeln wachsende Unruhe in den USA wider, wo Einwanderungspolitik ein hitziges Thema bleibt.

Hintergrund der Proteste

Die Aktionen begannen vor einer Woche, ausgelöst durch Berichte über brutale Bedingungen in ICE-Haftanstalten. Aktivisten werfen der Behörde vor, Familien auseinanderzureißen und Migranten ohne faire Verfahren festzuhalten. Am Samstagabend versammelten sich schätzungsweise 5.000 bis 10.000 Menschen in der Innenstadt von Minneapolis, skandierend “No more deportations” und “Abolish ICE”. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein, was zu Verletzungen führte.

Eskalation und Festnahmen

Die Proteste wurden gewalttätig, als Demonstranten Barrikaden errichteten und Geschäfte plünderten. Lokale Behörden meldeten über 50 Festnahmen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Sachbeschädigung und unbefugten Aufenthalts. Bürgermeisterin Jacob Frey bezeichnete die Ereignisse als “unannehmbar” und rief zu friedlichen Protesten auf. Dennoch halten Aktivisten an den Demonstrationen fest und planen weitere Kundgebungen.

Politische Reaktionen und internationale Resonanz

Die Proteste haben nationale Aufmerksamkeit erregt. Demokratische Politiker wie Senatorin Amy Klobuchar fordern Reformen bei ICE, während Republikaner die Demonstranten als “Chaoten” brandmarken. International wird der Vorfall als Symptom einer polarisierten US-Einwanderungspolitik gesehen – ähnliche Proteste gab es kürzlich in New York und Los Angeles. In Deutschland diskutieren Medien wie die Süddeutsche Zeitung die Parallelen zu europäischen Migrationsdebatten.

Ausblick: Weitere Proteste erwartet

Experten prognostizieren anhaltende Unruhen, solange ICE-Operationen andauern. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International fordern unabhängige Untersuchungen. Die Ereignisse in Minneapolis unterstreichen die Spannungen rund um Einwanderung in den USA.

Quellen

Tausende demonstrieren und Dutzende werden bei Protesten gegen die Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis festgenommen
Landesweite Anti-ICE-Proteste fordern Rechenschaft nach dem Tod von Renee Good

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