In Nordrhein-Westfalen (NRW) und Niedersachsen bleiben am Montag, dem 12. Januar 2026, zahlreiche Schulen geschlossen. Grund ist die akute Gefahr von Glatteis, die den Straßenverkehr in großen Teilen beider Bundesländer massiv beeinträchtigt. Die Schulministerien empfahlen, am Montag auf Präsenzunterricht zu verzichten und stattdessen auf Distanzlernen auszuweichen.
Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind seit den frühen Morgenstunden besonders im westlichen und nördlichen Niedersachsen sowie in weiten Teilen von NRW erhebliche Eisregenfälle möglich. Meteorologen warnen, dass bereits geringe Niederschlagsmengen ausreichen, um Straßen und Gehwege in spiegelglatte Flächen zu verwandeln.
Entscheidung der Landesregierungen: Sicherheit geht vor
Das Schulministerium in Düsseldorf teilte mit, dass der Präsenzunterricht aus Sicherheitsgründen landesweit ausgesetzt sei. „Die Wetterlage erlaubt keinen sicheren Schulweg für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte“, hieß es aus dem Ministerium. Auch in Niedersachsen entschieden viele Landkreise und kreisfreie Städte, den Unterricht komplett ausfallen zu lassen.
Eltern werden gebeten, Kinder nach Möglichkeit zuhause zu betreuen. Für Schülerinnen und Schüler, die keine häuslichen Lernmöglichkeiten haben, sollen laut Ministerium digitale Unterrichtsformate zur Verfügung stehen.
Auswirkungen auf den Nahverkehr und Berufsverkehr
Neben dem Schulbetrieb ist auch der öffentliche Nahverkehr von Ausfällen betroffen. Zahlreiche Buslinien in ländlichen Gebieten in beiden Bundesländern stellten ihren Betrieb vorübergehend ein. Bahnreisende müssen mit Verspätungen und Teilausfällen rechnen, insbesondere auf den Strecken zwischen Dortmund, Münster, Osnabrück und Hannover.
Die Polizei appellierte an Autofahrer, nur in dringenden Fällen unterwegs zu sein und ihre Fahrweise an die gefährlichen Straßenverhältnisse anzupassen. Auch Fußgänger sollten besondere Vorsicht walten lassen.
Meteorologen warnen vor anhaltender Glättegefahr
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird sich die Lage voraussichtlich erst im Laufe des Dienstags entspannen. Dann soll mildere Luft in den Norden und Westen Deutschlands ziehen. Bis dahin müsse jedoch weiterhin mit gefrierendem Regen und Glatteis gerechnet werden.
Der DWD rät, auf unnötige Fahrten zu verzichten und sich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage zu informieren.
Quellen
Schulen in NRW und Niedersachsen bleiben wegen Glatteisgefahr geschlossen
Spiegelglatte Straßen, geschlossene Schulen