Präsident Yoweri Museveni liegt in den vorläufigen Ergebnissen der ugandischen Präsidentschaftswahl mit etwa 76 Prozent der Stimmen deutlich vorn. Die Wahl fand am 15. Januar 2026 statt, wobei vorläufige Zahlen aus rund der Hälfte der Wahlkreise vorliegen. Der Hauptkonkurrent Bobi Wine erreicht nur knapp 20 Prozent und klagt über Unregelmäßigkeiten.
Hintergrund der Wahl
Yoweri Museveni regiert Uganda seit 1986 und strebt nun seine siebte Amtszeit an. Der 81-Jährige trat gegen acht Kandidaten an, darunter den Musiker-turned-Politiker Bobi Wine (43), der vor allem junge Wähler mobilisiert. Die Wahlkampagne war von Gewalt geprägt, mit Verhaftungen und Unterdrückung der Opposition.
Aktuelle Ergebnisse
Nach Auszählung von etwa 45 bis 60 Prozent der Stimmen führt Museveni mit 75-76 Prozent, Wine folgt mit 19-21 Prozent. Die Wahlkommission erwartet finale Ergebnisse innerhalb von 48 Stunden. Ungültige Stimmen machen rund 2-3 Prozent aus.
Kontroversen und Vorwürfe
Bobi Wine wurde unter Hausarrest gestellt, später festgenommen; seine Partei spricht von massivem Betrug und Internet-Blackout während der Wahl. Es gab Verzögerungen an Wahllokalen durch technische Probleme und Netzausfälle. Mindestens sieben bis zehn Tote bei post-wahlbedingter Gewalt, darunter in Butambala.
Internationale Reaktionen
Die UN-Menschenrechtsbüro kritisiert Repression und Einschüchterung vor der Wahl. Beobachter wie Amnesty International berichten von brutaler Unterdrückung der Opposition. Die USA urteilten 2021 bereits, die Wahl sei nicht frei gewesen – ähnliche Bedenken bestehen nun.
Quellen
Wahlen in Uganda: Museveni übernimmt frühzeitig die Führung
Mindestens sieben Tote in Uganda nach angespannten Präsidentschaftswahlen