25.01.2026
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ICE-Einsatz in Minneapolis endet tödlich – Zweifel an Ermittlungsdarstellung

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In Minneapolis ist es erneut zu einem tödlichen Zwischenfall bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) gekommen. Nach offiziellen Angaben wurde ein 37-jähriger US-Bürger bei einer Razzia in den frühen Morgenstunden des 24. Januars erschossen. Die Behörden berufen sich dabei auf Notwehr — doch Angehörige und Aktivisten äußern erhebliche Zweifel an dieser Darstellung.

Offizielle Darstellung: Notwehr nach Bedrohungslage

Laut einer Mitteilung des US-Heimatschutzministeriums soll der Mann während einer Festnahme geflüchtet und dabei eine Waffe gezogen haben. Die Beamten hätten „in Notwehr“ geschossen, um eine Gefahr für das Einsatzteam abzuwenden. Die Ermittlungen lägen nun beim Office of Professional Responsibility innerhalb der ICE-Strukturen.

Angehörige sprechen von ungerechtfertigter Gewalt

Die Familie des Erschossenen widerspricht der Regierungsdarstellung entschieden. Sie berichtet, der 37-Jährige habe keine Waffe getragen und sei unbewaffnet gewesen, als die Beamten das Feuer eröffneten. Eine Schwester des Opfers sagte laut US-Medien: „Unser Bruder war kein Verbrecher. Er war Opfer eines Übergriffs durch Menschen, die Macht missbraucht haben.“

Menschenrechtsorganisationen werfen der ICE schon länger systematischen Machtmissbrauch und übermäßige Gewaltanwendung bei Einsätzen gegen mutmaßlich undokumentierte Migranten vor. Insbesondere in Minneapolis kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Kritik an aggressiven ICE-Operationen.

Proteste und Forderungen nach Aufklärung

Nach Bekanntwerden des Vorfalls kam es in mehreren Stadtteilen zu spontanen Protesten. Aktivisten verlangen eine unabhängige Untersuchung und fordern politische Konsequenzen. Der Bürgermeister von Minneapolis kündigte an, die Ergebnisse einer internen Untersuchung „vollständig transparent“ zu machen.

Die US-Regierung verteidigte den Einsatz bislang und verwies auf das Recht der Behörden, „bei Bedrohungslagen entschieden zu handeln“. Bürgerrechtsgruppen sehen darin jedoch ein Zeichen wachsender Spannungen zwischen der Einwanderungsbehörde und der lokalen Bevölkerung.

Quellen

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