Heftige Schneefälle und Regenfälle haben in Afghanistan innerhalb weniger Tage Dutzende Menschenleben gefordert und zahlreiche Verletzte hinterlassen. Betroffen sind vor allem nördliche und zentrale Regionen des Landes, wo die Witterung chaotische Zustände verursacht hat.
Ausmaß der Katastrophe
Laut dem afghanischen Katastrophenschutz sind mindestens 61 Menschen gestorben und über 110 verletzt worden. Rund 450 Häuser wurden ganz oder teilweise zerstört, was 360 Familien trifft; 15 von 34 Provinzen sind von den Unwettern betroffen. Rettungskräfte kämpfen mit unpassierbaren Straßen, darunter der gesperrte Salang-Highway, einer Schlüsselverbindung nach Kabul.
Infrastruktur und Versorgung
Viele Dörfer bleiben eingeschlossen, Hilfslieferungen stocken durch den anhaltenden Schnee. Die Behörden warnen vor weiteren Risiken und appellieren, unnötige Reisen zu vermeiden. Meteorologen prognostizieren Fortsetzung der Niederschläge in den nächsten Tagen.
Humanitäre Lage verschärft
Afghanistan gilt als eines der größten Krisengebiete weltweit, mit Millionen Hilfsbedürftigen durch Dürren, schwache Infrastruktur und Klimawandel. Frühere Extremwetter wie Fluten im Frühjahr 2024 forderten bereits über 300 Tote. Die UN mahnen zu internationaler Unterstützung.
Quellen
Tote und Verletzte durch heftigen Schneefall
Dutzende Tote und Verletzte nach Schneefällen in Afghanistan