Ein Vorfall mit tödlichem Ausgang sorgt derzeit in den USA für heftige Diskussionen über Polizeigewalt und den Umgang von Behörden mit Verdächtigen. Nach bisherigen Ermittlungen sollen Agenten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) einem Mann namens Alex Pretti vor der Schussabgabe die Waffe entzogen haben. Kurz darauf fiel jedoch ein tödlicher Schuss, der den 37-Jährigen das Leben kostete.
Nach Angaben von lokalen Medienberichten ereignete sich der Vorfall bei einem Zugriff in einem Wohngebiet. ICE-Agenten waren im Einsatz, um Pretti festzunehmen, als es zu einer Eskalation kam. Augenzeugen berichten, dass der Mann sich bereits in Gewahrsam befand, bevor die Schüsse fielen.
Ermittlungen und Reaktionen der Öffentlichkeit
Das US-Justizministerium sowie interne ICE-Stellen haben eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Besonders brisant ist die Frage, warum Schüsse fielen, obwohl Pretti bereits entwaffnet worden sein soll.
In sozialen Netzwerken wächst unterdessen der Druck auf die Verantwortlichen. Unter dem Hashtag #JusticeForPretti fordern User umfassende Aufklärung. Kritiker werfen den Behörden vor, Fahrlässigkeit und übermäßige Gewaltanwendung zu verschleiern.
ICE verweist auf laufende Ermittlungen
Eine Sprecherin der Behörde erklärte, dass man den Vorfall sehr ernst nehme, aber derzeit keine weiteren Einzelheiten nennen könne. „Wir kooperieren vollständig mit den Ermittlungsbehörden“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung.
Menschenrechtsorganisationen fordern derweil eine unabhängige Untersuchung sowie Bodycam-Aufnahmen des Einsatzes. Die öffentliche Empörung macht deutlich, dass das Thema Polizeigewalt in den USA nach wie vor hochsensibel bleibt.
Quellen
ICE-Agenten sollen Alex Pretti seine Waffe abgenommen haben. Dann fielen die tödlichen Schüsse
Was über die Schüsse in Minneapolis bekannt ist