Onlinezahlungen über PayPal gehören längst zum Alltag im E-Commerce. Millionen Nutzer weltweit schätzen die Einfachheit des Bezahldienstes. Doch gerade diese Popularität macht das US-Unternehmen zum beliebten Angriffsziel für Cyberkriminelle. Immer wieder berichten Verbraucher von unberechtigten Abbuchungen oder gestohlenen Kontodaten.
Laut Daten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steigen die Fälle von Onlinebetrug kontinuierlich, insbesondere durch sogenannte Phishing-Mails und gefälschte Webseiten, die täuschend echt aussehen.
So gelingt Kriminellen der Zugriff auf PayPal-Konten
Die häufigsten Betrugsversuche geschehen über manipulierte E-Mails oder SMS, die vorgeben, von PayPal zu stammen. In Wirklichkeit führen die enthaltenen Links jedoch auf gefälschte Seiten, auf denen Nutzer ihre Zugangsdaten eingeben.
Danach haben Kriminelle leichtes Spiel: Mit den erbeuteten Login-Daten loggen sie sich ins echte PayPal-Konto ein und führen eigenmächtig Transaktionen durch. Teilweise werden die Konten auch mit betrügerisch generierten Käufen „gewaschen“, um Spuren zu verwischen.
Schutzmaßnahmen: So sichern Sie Ihr PayPal-Konto
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Neben Benutzername und Passwort wird ein zusätzlicher Sicherheitscode abgefragt, der meist per SMS oder App generiert wird.
- Absenderadressen prüfen: Echte PayPal-Mails enden stets auf „@paypal.com“. Verdächtige E-Mails sollten niemals angeklickt werden.
- Browser und Apps aktuell halten: Regelmäßige Updates schließen Sicherheitslücken.
- Unberechtigte Abbuchungen sofort melden: Über die PayPal-Kontakte lässt sich Transaktionsschutz beantragen, sofern der Verdacht frühzeitig gemeldet wird.
Ein anschauliches Beispiel: Ein Nutzer erhält eine PayPal-Mail mit dem Hinweis, sein Konto sei gesperrt. Nach Eingabe der Daten über den dortigen Link verschwinden kurz darauf mehrere hundert Euro vom Konto – ein klassischer Phishing-Fall.
Rechtliche Schritte und Rückerstattung
Wird eine unautorisierte Zahlung festgestellt, greift in vielen Fällen der Käuferschutz von PayPal. Betroffene sollten sofort den Kundendienst kontaktieren und alle Buchungen prüfen. Parallel dazu empfiehlt das Bundesamt für Verbraucherschutz, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten und Passwörter überall zu ändern, wo ähnliche Daten verwendet werden.
Quellen
Wenn Kriminelle die PayPal-Zugangsdaten abgreifen
BSI warnt vor Bezahldiensten – und bezieht sich wohl vor allem auf PayPal