Ein tragischer Vorfall hat sich am Montag in einem der bekanntesten Nationalparks Thailands ereignet. Ein wilder Elefant griff einen Camper im Khao Yai Nationalpark an, rund 200 Kilometer nordöstlich von Bangkok. Laut einem Bericht der thailändischen Zeitung Bangkok Post wurde der Tourist bei dem Angriff tödlich verletzt, bevor Ranger am Ort des Geschehens eintrafen.
Augenzeugen berichten von Panik auf dem Campingplatz
Nach Angaben eines örtlichen Rangers hörten andere Besucher am frühen Morgen laute Schreie und Geräusche, bevor sie den Elefanten in der Nähe des Campingplatzes entdeckten. Sofort seien Sicherheitskräfte und Wildhüter alarmiert worden, doch für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Über die Identität des verstorbenen Touristen machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Khao Yai – Paradies mit Risiken
Der Khao Yai Nationalpark ist bei Einheimischen und Touristen aufgrund seiner dichten Wälder, Wasserfälle und reichen Tierwelt sehr beliebt. Jährlich besuchen Hunderttausende den Park, der sich über eine Fläche von mehr als 2.000 Quadratkilometern erstreckt. Immer wieder kommt es dort zu Zwischenfällen mit wilden Elefanten, insbesondere während der Trockenzeit, wenn die Tiere häufig auf Nahrungssuche bis in Lagerbereiche vordringen.
Behörden mahnen zu Vorsicht und Respekt vor Wildtieren
Die Parkverwaltung erinnerte Besucher nach dem Vorfall an die bestehende Regel, sich nicht zu nah an Wildtiere heranzuwagen und keine Nahrungsmittel offen liegen zu lassen. „Elefanten sind wilde Tiere – wer ihnen zu nahe kommt, begibt sich in Lebensgefahr“, sagte ein Sprecher der Forstbehörde gegenüber Thaiger News.
Auch internationale Tourismusorganisationen warnen in Reisehinweisen regelmäßig vor riskanten Selfies oder Fütterungsversuchen mit wilden Tieren in Südostasien.
Quellen
Wilder Elefant tötet Camper in thailändischem Nationalpark
Behörden planen die Umsiedlung eines Elefantenbullen, der am Montag einen 69-jährigen Camper getötet hat. Drittes menschliches Opfer