Die US-Grenzschutzbehörde CBP plant eine Verschärfung der Einreiseregeln für Touristen aus visa-freien Ländern wie Deutschland, die das ESTA-System nutzen. Diese Maßnahmen sind Teil der Migrations- und Sicherheitspolitik unter Präsident Donald Trump und zielen auf einen besseren Schutz vor Bedrohungen ab.
Hintergrund der Pläne
Die Vorschläge wurden im Dezember 2025 veröffentlicht, und eine 60-tägige Frist für Einwände läuft am 9. Februar 2026 aus. Danach prüft die Behörde die Kommentare und könnte die Regeln anpassen, bevor sie in Kraft treten; ein genauer Termin ist jedoch offen. Betroffen sind Reisende im Visa Waiver Program (VWP), das Aufenthalte bis 90 Tage ohne Visum erlaubt.
Neue geforderte Daten
Antragsteller müssen künftig Social-Media-Handles der letzten fünf Jahre angeben, wobei keine vollständige Kontenfreigabe erforderlich ist. Zusätzlich werden Telefonnummern der vergangenen fünf Jahre, E-Mail-Adressen der letzten zehn Jahre sowie detaillierte Infos zu Familienmitgliedern wie Geburtsdaten und Adressen verlangt. Die Angaben erfolgen beim ESTA-Antrag, der nun 40 US-Dollar kostet.
Auswirkungen für deutsche Reisende
Deutsche Touristen, Geschäftsreisende und WM-Besucher zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 sind primär betroffen, ebenso Bürger aus anderen EU-Staaten, Großbritannien oder Japan. Datenschützer wie die Bundesdatenschutzbeauftragte raten zu einer Abwägung, da die Datenmenge Fehlerquellen birgt. Kritiker sehen darin eine politische Überwachung Andersdenkender.
Politischer Kontext
Die Regierung Trump kritisiert die Vorgänger-Administration als zu lasch bei Einreisekontrollen und hat bereits Abschiebungen und Visa-Regeln verschärft. Ähnliche Maßnahmen gelten für Studentenvisa und Journalisten. Dies passt in breitere 2026-Einschränkungen, inklusive Visumverboten für bestimmte Länder.
Quellen
US-Grenzschutzbehörde plant schärfere Einreiseregeln für Touristen
US-Behörde plant schärfere Einreiseregeln für Touristen