14.02.2026
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DAAD-Verbot in Russland: Aktuelle Entwicklungen

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Das russische Justizministerium hat den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) kürzlich als „unerwünschte Organisation“ eingestuft, was einem faktischen DAAD-Verbot in Russland gleichkommt. Diese Maßnahme zwingt den DAAD, seine Aktivitäten vor Ort einzustellen und Büros zu schließen.

Hintergrund des DAAD-Verbots

Am 10. Februar 2026 erklärte das russische Justizministerium den DAAD für unerwünscht, ohne eine Begründung anzugeben. Russische Organisationen dürfen nun keine Kontakte mehr zum DAAD pflegen, und russische Bürger riskieren strafrechtliche Verfolgung bei Zusammenarbeit. Bereits seit 2022 hatte der DAAD den Austausch mit Russland nach dem Ukraine-Angriff eingeschränkt und keine Deutschen mehr dorthin geschickt.

Konsequenzen für den Akademischen Austausch

Der DAAD stellt seine Arbeit in Russland ein: Das Büro und das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in Moskau werden geschlossen. Auswahlverfahren für Stipendien in Russland stoppen, während laufende Förderungen für etwa 200 russische Studierende in Deutschland weiterlaufen. Mukherjee betonte, dass Russen sich weiterhin aus Drittländern bewerben können.

Politische Reaktionen aus Deutschland

Bundesaußenminister Johann Wadephul verurteilte das DAAD-Verbot scharf als „völlig unbegründet“ und forderte eine sofortige Rücknahme. Er kritisierte Russland für die Schaffung einer „Atmosphäre der Angst und Isolation“ und den systematischen Angriff auf unabhängige Wissenschaftsorganisationen. Dies folgt auf Verbote weiterer deutscher Institutionen wie Stiftungen seit 2022.

Ausblick und Auswirkungen

Das DAAD-Verbot in Russland bringt akademische Kontakte weitgehend zum Erliegen, da viele Partner bereits betroffen sind. In Deutschland studieren rund 10.500 Russen an Hochschulen, doch neue Wege aus Russland werden erschwert. Der DAAD bleibt mit dem Auswärtigen Amt in Kontakt für weitere Schritte.

Quellen

DAAD in Russland unerwünscht
DAAD stellt Arbeit in Russland ein

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