Deutschland stellt die finanzielle Unterstützung für afghanische Familien in Schutzhäusern in Kabul ein, wodurch Hunderte Menschen ihre Unterkünfte verlassen müssen. Viele, darunter Frauenrechtsaktivistinnen und ehemalige Ortskräfte, fürchten nun Verhaftungen durch die Taliban und Abschiebungen aus Pakistan. Die Lage verschärft sich, da Hotels alleinstehende Frauen ablehnen und Taliban-Kontrollen zunehmen.
Unsicherheit nach Raus aus Kabuls Schutzhäusern
Betroffene wie Zarmina, eine alleinerziehende Mutter, erhalten E-Mails von der GIZ, die das Ende der Hilfe ankündigen. Sie floh mit einer Aufnahmezusagen der Bundesregierung nach Pakistan, wurde dort in Abschiebelager interniert und nun zurück nach Kabul geschickt. Ohne Schutz droht ihr die Geheimpolizei der Taliban, die Frauen ohne männliche Begleitung kontrolliert.
Razzia in Kabuls Schutzhäusern
Taliban-Sicherheitskräfte durchsuchten kürzlich ein Safe House in Kabul und verhörten 79 Afghanen aus deutschen Aufnahmeprogrammen stundenlang. Sie brachen Türen auf, konfiszierten Smartphones und fragten nach Finanzierung durch die Bundesregierung sowie Fluchtgründen. Die Bewohner, oft Richter oder Aktivisten, leben in ständiger Angst vor weiteren Razzien.
Aufrufe nach Hilfe aus Kabuls Schutzhäusern
Organisationen wie die Kabul Luftbrücke fordern ein Bundesaufnahmeprogramm und sichere Unterbringung, um Evakuierungen zu ermöglichen. Ein Gerichtsurteil spendet Hoffnung, doch Ablehnbescheide häufen sich seit Ende 2025. Die Bundesregierung muss priorisieren, um gefährdete Personen vor Taliban-Übergriffen zu schützen.
Quellen
Raus aus Kabuls Schutzhäusern – und dann?
Taliban dringen in deutsches Schutzhaus ein