Der ehemalige Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, hat davor gewarnt, dass die weltweiten Bemühungen zur Erreichung von Net Zero zu erheblichen wirtschaftlichen Veränderungen führen könnten. Laut Carney werden insbesondere Immobilienmärkte betroffen sein, da viele bestehende Gebäude nicht den neuen Umwelt- und Energieeffizienzstandards entsprechen. Diese könnten zu sogenannten stranded assets werden – also Vermögenswerten, deren Marktwert durch die Energiewende stark sinkt.
Auswirkungen auf Immobilienmärkte
Carney betonte, dass Investoren und Unternehmen künftig stärker auf Nachhaltigkeit achten müssen. Immobilien, die nicht an den klimabedingten Wandel angepasst werden, könnten schnell an Attraktivität verlieren. Für Eigentümer bedeutet dies, dass Investitionen in Sanierung und Energieeffizienz unvermeidlich sind, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Laut Experten könnten sich die Risiken, vor denen Mark Carney warnt, besonders in städtischen Gebieten mit alten Bauten zeigen.
Hintergrund der Aussage
Die Warnung stammt aus einer Diskussion zum globalen Finanzsystem im Kontext des Klimawandels. Carney, der heute UN-Sondergesandter für Klimaschutz und Finanzen ist, sieht in der Net Zero-Politik nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren für bestehende Vermögenswerte. Regierungen und Finanzinstitutionen müssten daher geeignete Strategien entwickeln, um die wirtschaftlichen Folgen dieser Transformation zu begrenzen.
Quellan
The Bank of England’s climate-related financial disclosure 2025
Recommendations for Credible Net-Zero Commitments from Financial Institutions