US-Präsident Donald Trump hat erneut mit einem Austritt der USA aus der Nato gedroht und das Bündnis als „Papiertiger“ bezeichnet. Auslöser ist laut aktuellen Berichten vor allem der Streit über die Unterstützung im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg.
Was ist passiert?
Trump sagte in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Telegraph“, die Mitgliedschaft der USA in der Nato müsse nach dem Ende des Konflikts neu überdacht werden. Auch Außenminister Marco Rubio stellte die Beziehung zur Nato infrage und sprach von einer notwendigen Neubewertung.
Warum wird der Austritt diskutiert?
Im Zentrum steht der Vorwurf aus Washington, einige europäische Verbündete hätten die USA im Iran-Konflikt nicht ausreichend unterstützt. Genannt werden unter anderem Fragen zur Nutzung militärischer Stützpunkte und zur allgemeinen Bündnissolidarität.
Reaktionen in Europa
Die Bundesregierung reagiert laut Berichten gelassen auf die Aussagen aus Washington. Gleichzeitig bleibt die Nato selbst bislang ohne offiziellen Kommentar, während Beobachter die Aussagen als erneute Belastung für die transatlantischen Beziehungen werten.
Was bedeutet das für die Nato?
Ein möglicher Austritt der USA wäre ein massiver Einschnitt für das Bündnis, weil die Vereinigten Staaten der militärisch wichtigste Mitgliedsstaat sind. Der aktuelle Streit zeigt, wie stark die Nato von politischen Spannungen in Washington abhängig sein kann.
Ausblick
Ob es tatsächlich zu einem Nato Austritt der USA kommt, ist offen. Nach den bisherigen Aussagen wirkt es jedoch so, als wolle Trump den Druck auf die Verbündeten erhöhen und die Rolle der Nato grundsätzlich neu bewerten.
Quellen
Trump zieht Nato-Austritt der USA “ernsthaft in Erwägung”
Trump macht Iran-Krieg zur Belastungsprobe für die Nato