Der frühere CNN-Moderator Don Lemon ist in den USA wegen angeblicher Verletzung von Bürgerrechten angeklagt worden. Laut Gerichtsdokumenten soll Lemon bei einem Protest gegen die Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) in eine Auseinandersetzung mit den Behörden geraten sein.
Protest eskalierte vor angeblicher Kirchenstürmung
Nach Aussagen der Ermittlungsbehörden habe sich Lemon einer „Menschenmenge angeschlossen“, die im Zuge der Demonstration eine Kirche gestürmt haben soll. Die Anklage wirft ihm vor, bei den Ereignissen die öffentliche Ordnung gefährdet und Beamte behindert zu haben.
Lemon selbst bestreitet die Vorwürfe entschieden. Er erklärte, er sei „ausschließlich in seiner Funktion als Journalist“ vor Ort gewesen, um über die Proteste gegen die umstrittenen Abschiebungsmaßnahmen von ICE zu berichten.
Verteidigung verweist auf Pressefreiheit
Lemons Verteidiger betonen, dass die Anklage einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen könne. „Medienvertreter müssen in der Lage sein, frei über Proteste und zivilgesellschaftliche Bewegungen zu berichten, ohne kriminalisiert zu werden“, heißt es in einer Stellungnahme seines Anwalts.
Journalistenverbände wie das Committee to Protect Journalists (CPJ) äußerten sich besorgt über die möglichen Folgen dieses Falls. Der Fall rufe grundlegende Fragen zum Schutz der Pressefreiheit und zur Grenze zwischen journalistischer Beobachtung und Beteiligung auf.
Hintergrund zu Don Lemon
Don Lemon war über viele Jahre Moderator bei CNN und galt als prominente Stimme in der amerikanischen Medienlandschaft. Nach seinem Ausscheiden beim Sender im Jahr 2023 arbeitete er an eigenen journalistischen Projekten und Podcasts. Die neuen Vorwürfe werfen nun einen Schatten auf seine weitere berufliche Zukunft.
Quellen
Don Lemon wegen angeblicher Verletzung der Bürgerrechte angeklagt
Der ehemalige CNN-Moderator Don Lemon erscheint vor Gericht, nachdem er wegen Protesten bei einem Gottesdienst in Minnesota festgenommen wurde.

