Der Bürgermeister von Minneapolis hat in den frühen Morgenstunden den Abzug erster Einheiten des US-Grenzschutzes und des ICE (Immigration and Customs Enforcement) bekannt gegeben. Hintergrund ist ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, das offenbar zur Entscheidung geführt hat, die Präsenz der Bundeskräfte in der Stadt schrittweise zu reduzieren.
Kritik an umstrittenem Einsatzleiter Bovino
Besonders im Fokus steht der hochumstrittene Einsatzleiter Bovino, der in den vergangenen Tagen wegen seines harten Vorgehens gegen Demonstrierende und Einwandererorganisationen massiv in die Kritik geraten war. Laut städtischen Quellen soll auch er zu den ersten Beamten gehören, die Minneapolis verlassen.
Angespannte Lage nach Protesten
Der Einsatz der Bundeskräfte war ursprünglich zur „Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung“ angeordnet worden, nachdem es in Minneapolis zu erneuten Protesten gegen Migrationspolitik und Polizeigewalt gekommen war. Doch viele Einwohner, Lokalpolitiker und Bürgerrechtsgruppen werfen den Behörden eine überzogene Reaktion vor. Der Rückzug gilt daher als politisches Signal für Deeskalation — zugleich bleibt unklar, ob alle Einheiten zeitnah abgezogen werden.
Blick nach Washington
Aus Regierungskreisen in Washington hieß es, man beobachte die Situation genau. Trump selbst betonte, die öffentliche Sicherheit müsse „oberste Priorität“ behalten. Indessen arbeitet das Büro des Bürgermeisters laut eigenen Angaben an einer unabhängigen Untersuchung der jüngsten Polizeieinsätze.
Quellen
Erste Einsätzkräfte sollen Minneapolis verlassen
Einige ICE-Beamte sollen ab heute Minneapolis verlassen

