Pam Bondi, die US-Justizministerin unter Präsident Donald Trump, steht derzeit im Fokus der öffentlichen Debatte. Die neuesten Entwicklungen um Pam Bondi drehen sich vor allem um den Umgang mit den Epstein-Akten.
Pam Bondi und die Epstein-Akten
Pam Bondi hat kürzlich die erste Phase der deklassifizierten Akten zu Jeffrey Epstein freigegeben, die Verbindungen des verurteilten Sexualstraftäters zu über 250 minderjährigen Opfern dokumentieren. Trotz des “Epstein Files Transparency Act” aus November 2025 gibt es Kritik an umfangreichen Redaktionen und Verzögerungen bei der vollständigen Veröffentlichung. Bondi betonte in Pressekonferenzen, dass das Justizministerium “das Gesetz mit maximaler Transparenz” einhalten werde.
Heftige Anhörung im Kongress
Am 11. Februar 2026 trat Pam Bondi vor dem House Judiciary Committee auf und geriet in hitzige Auseinandersetzungen mit Abgeordneten beider Parteien. Demokraten wie Jamie Raskin warfen ihr vor, die Akten zu manipulieren, um Missbrauchstäter zu schützen, und forderten die Freigabe aller sechs Millionen Dokumente. Bondi konterte aggressiv, nannte Kritiker “washed-up losers” und verteidigte die Handhabung als fair.
Vorwürfe der Politisierung
Pam Bondi wird vorgeworfen, das Justizministerium zu Trumps “Rachewerkzeug” zu machen, etwa durch Ermittlungen gegen politische Gegner. In der Anhörung wurde sie zu fehlgeschlagenen Prozessen gegen Demokraten und der Nutzung von DOJ-Datenbanken befragt. Republikaner wie James Comer verteidigen sie und erwarten bald weitere Dokumente.
Hintergrund von Pam Bondi
Pam Bondi, geboren 1965 in Florida, war von 2011 bis 2019 Generalstaatsanwältin ihres Heimatstaats und wurde im Februar 2025 als 87. US-Justizministerin vereidigt. Als langjährige Trump-Loyalistin übernahm sie das Amt nach dem Rückzug von Matt Gaetz. Ihre Amtszeit ist geprägt von Themen wie Drogenbekämpfung und Menschenhandel.
Quellen
Was könnte in den Epstein-Akten von Generalstaatsanwältin Pam Bondi ausgelassen worden sein?
US-Gesetzgeber kritisieren Pam Bondi wegen Umgang mit Epstein-Akten