Wie US-Medienberichte am Samstag meldeten, plant US-Präsident Donald Trump die Gründung eines internationalen Gremiums mit dem Namen „Board of Peace“ (Friedensrat). Laut einem Entwurf, der unter anderem der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg sowie dem Magazin „The Atlantic“ vorliegen soll, hat Trump bereits Einladungsschreiben an mehrere Regierungschefs weltweit verschickt. Das Ziel: politische und finanzielle Unterstützung für sein neues Projekt.
Hoher Preis für Mitsprache im Gaza-Projekt
Besonders umstritten ist die vorgesehene Beitragshöhe für Mitgliedsstaaten. Berichten zufolge sollen Länder, die einen eigenständigen Sitz im Friedensrat beanspruchen wollen, bis zu eine Milliarde US-Dollar zahlen. Dieses Geld soll unter anderem der wirtschaftlichen Entwicklung des Gazastreifens zugutekommen.
Trump selbst soll den Vorsitz des Komitees übernehmen, das nach seinem Plan maßgeblich über Projekte im Gazastreifen entscheiden soll – ein Schritt, der international auf Skepsis stößt. Kritiker befürchten, dass finanzielle Beiträge hier mit politischer Einflussnahme erkauft werden könnten.
Reaktionen und Einschätzungen
Während aus Washington bislang keine offizielle Stellungnahme vorliegt, sehen einige politische Beobachter das Projekt als einen Versuch Trumps, einen alternativen multilateralen Einflusskanal zu schaffen – außerhalb klassischer Institutionen wie der UNO. Analysten vermuten außerdem, dass der Friedensrat Trumps außenpolitisches Profil im Wahljahr 2026 stärken soll.
Quellen
Trump will eine Milliarde Dollar für Sitz im Friedensrat
Trump will Geld für Sitz in Gaza-Komitee – Israel verärgert wegen Plänen