US-Ex-Präsident Donald Trump hat in einem Interview erneut seinen Anspruch auf die Arktisinsel Grönland bekräftigt. Laut Trump sei die Insel „von entscheidender Bedeutung für die nationale Sicherheit“ der Vereinigten Staaten. Bereits während seiner Amtszeit 2019 hatte Trump vorgeschlagen, Grönland von Dänemark zu kaufen – ein Vorstoß, den die dänische Regierung damals scharf zurückwies.
Beobachter sehen in der jüngsten Aussage Trumps einen Versuch, das Thema im Wahlkampf erneut zu nutzen. „Grönland liegt an einer strategischen Schlüssellage im Nordatlantik. Die USA wollen dort langfristig ihren militärischen Einfluss sichern“, erklärte die Politikwissenschaftlerin Dr. Andrea Wilson von der Georgetown University in einem Gespräch mit The Atlantic (2025).
Auch der Ausbau amerikanischer Stützpunkte in der Arktisregion wird als Teil einer größeren geopolitischen Strategie interpretiert, die auf den wachsenden Einfluss Russlands und Chinas im hohen Norden reagiert.
Washington fordert Rücktritt von Nicolás Maduro
Parallel zur Debatte um Grönland hat die US-Heimatschutzministerin Laura Simmons den Rücktritt des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefordert. In einer Erklärung in Washington betonte sie, dass die USA den „demokratischen Übergang“ in Venezuela weiterhin unterstützen und Maduros Regierung als „illegitim“ betrachten.
„Maduro hat die politische und wirtschaftliche Zukunft seines Landes zerstört. Die venezolanische Bevölkerung verdient freie und faire Wahlen“, so Simmons laut Reuters (22. Dezember 2025).
Analysten werten die Äußerungen als Teil einer breiteren US-Strategie, Lateinamerika stärker außenpolitisch zu profilieren und autoritären Tendenzen in der Region entgegenzuwirken.
Reaktionen aus Europa und Lateinamerika
Während Dänemark auf Trumps jüngste Grönland-Aussagen zunächst gelassen reagierte, sprach die dänische Premierministerin Mette Frederiksen in Kopenhagen von einer „wiederkehrenden Provokation“. Sie betonte jedoch, dass die dänisch-amerikanischen Beziehungen „grundsätzlich stabil“ seien.
In Lateinamerika reagierten Maduros Unterstützer empört auf die US-Forderung. Der venezolanische Außenminister erklärte, Washington betreibe „imperiale Einmischung“ und versuche, „die Souveränität Venezuelas zu untergraben“ (El Nacional, Caracas, 23. Dezember 2025).
Quellen
Trump bekräftigt Anspruch auf Grönland, USA fordern Maduros Rücktritt
Donald Trump bekräftigt Besitzanspruch auf Grönland