US-Präsident Donald Trump hat mit großen Pharmakonzernen Abkommen über Preissenkungen in den USA ausgehandelt, die weitreichende Folgen für Europa haben könnten. Diese Deals zielen auf niedrigere Medikamentenpreise im Medicaid-Programm ab und gewähren im Gegenzug Zollerleichterungen. Experten warnen, dass dies zu Preissteigerungen in Europa führen könnte, um globale Gewinnmargen zu sichern.
Hintergrund des Deals
Trump forderte seit Monaten Preissenkungen bei US-Pharmafirmen, da Medikamente dort bis zu dreimal teurer sind als in Europa. Pfizer schloss als Erstes ein Abkommen, wonach Preise für Bedürftige gesenkt werden, um Strafzölle von bis zu 100 Prozent zu vermeiden. Europäische Konzerne wie Roche, Novartis, GSK und Merck KGaA verhandeln ähnliche Vereinbarungen.
Auswirkungen auf Europa
Die EU ist durch ein Handelsabkommen vorübergehend mit 15-Prozent-Zöllen geschützt, doch Trumps Politik könnte Lieferketten stören. Pharmafirmen könnten Preise in Europa anheben, um Verluste in den USA auszugleichen, was Krankenkassen und Patienten belastet. In der Schweiz warnen CEOs wie Thomas Schinecker von Roche vor höheren Kosten und Verzögerungen bei neuen Medikamenten.
Risiken für die EU-Pharmaindustrie
Deutsche und europäische Hersteller fürchten Versorgungsengpässe und Preisdruck durch nationale Gesundheitssysteme. Der Vfa-Verband spricht von Gefahren für internationale Lieferketten. Trotz Investitionen von 200 Milliarden Dollar in US-Produktion bleibt die Branche unsicher.
Reaktionen und Ausblick
Die EU-Kommission betont den Zollschutz, während Branchenvertreter wie der VCI-Alarm schlagen. Weitere Deals mit Firmen wie Novartis könnten den Trend verstärken. Langfristig drohen höhere Prämien für Versicherte und eingeschränkte Innovationen in Europa.
Quellen
Trumps Pharmadeal kann für Europa teuer werden
Pfizer-Deal mit Trump gibt europäischen Pharmawerten Auftrieb






