Die USA haben kürzlich die Strafzölle gegen Indien aufgehoben, die im August 2025 wegen des Imports von russischem Öl verhängt worden waren. US-Präsident Donald Trump begründete dies mit Indiens Zusage, den Import russischen Öls einzustellen und stattdessen verstärkt US-Energieprodukte zu beziehen. Dieser Schritt ist Teil eines interim Handelsabkommens, das die Beziehungen zwischen Washington und Neu-Delhi stärkt.
Hintergrund der Strafzölle
Die USA unter Präsident Trump führten im August 2025 zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf indische Waren ein, um indirekt Russlands Öleinnahmen zu schwächen, da Indien nach China der größte Käufer russischen Öls war. Dadurch stiegen die Gesamtzölle auf bis zu 50 Prozent, was den Handel mit Textilien, Schmuck und Lederprodukten belastete. Indien betonte stets, Rohstoffe dort zu beziehen, wo sie günstig seien, trotz westlicher Sanktionen gegen Russland.
Das neue Handelsabkommen
Trump unterzeichnete am 6. Februar 2026 ein Dekret, das die Strafzölle ab dem 7. Februar vollständig streicht und die reziproken Zölle von 25 auf 18 Prozent senkt. Im Gegenzug plant Indien, über die nächsten fünf Jahre US-Produkte im Wert von 500 Milliarden Dollar zu kaufen, darunter Energie, Flugzeuge, Technologie und Kohle. Weitere Maßnahmen umfassen die Streichung von Zöllen auf bestimmte US-Industriegüter und Agrarprodukte sowie engere Kooperation in Lieferketten und Verteidigung.
Auswirkungen auf Wirtschaft und Geopolitik
Für Indien bedeutet die Zollsenkung Erleichterung für Exporteure, insbesondere MSMEs, Landwirte und Fischer, und schafft neue Jobchancen. Die USA profitieren von höheren Exporten und einer Schwächung Russlands durch den Ölimportstopp Indiens. Geopolitisch festigt dies die Trump-Modi-Freundschaft und rückt Indien näher an die USA, weg von Russland. Kritiker bezweifeln jedoch, ob Indien den Ölstopp dauerhaft einhält.
Quellen
Trump kündigt hohe Zölle gegen Indien an
Trump streicht Strafzölle gegen Indien