Chinas Importe und Exporte haben 2025 erstmals die Marke von 45 Billionen Yuan überschritten, wie Vizezollminister Wang Jun mitteilte. Der Handelsüberschuss stieg auf knapp 1,2 Billionen US-Dollar, trotz anhaltender Spannungen mit den USA. Dies unterstreicht die Resilienz der chinesischen Exportwirtschaft.
Rekordzahlen im Überblick
Exporte wuchsen um 5,5 Prozent auf rund 3,8 Billionen US-Dollar, während Importe bei 2,6 Billionen Dollar stagnierten. Das Gesamthandelsvolumen erreichte 45,47 Billionen Yuan, ein Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber 2024. Besonders im Dezember übertrafen die Zahlen die Prognosen: Exporte plus 6,6 Prozent, Importe plus 5,7 Prozent.
Einfluss des US-Handelsstreits
Trotz US-Zöllen unter Präsident Trump lenkte China Exporte erfolgreich auf andere Märkte um, etwa nach Europa, Afrika und ASEAN-Staaten. Die Exporte nach Deutschland stiegen um 10,5 Prozent auf 118,3 Milliarden Dollar. Eine Entspannung im Zollstreit trug zur Stabilisierung bei, doch protektionistische Risiken bleiben.
Ursachen und wirtschaftliche Schieflage
Der Rekordüberschuss resultiert aus starker globaler Nachfrage und schwachem Inlandskonsum in China. Exporte in alternative Regionen wie Afrika (plus 25,8 Prozent) kompensierten US-Rückgänge. Dies verdeutlicht Abhängigkeiten: Hohe Produktion trifft auf geringe Importnachfrage im Inland.
Ausblick für 2026
China plant weitere Marktöffnung, um den Exportmotor am Laufen zu halten. Ökonomen warnen vor Gegenreaktionen durch Handelspartner aufgrund des hohen Überschusses. Dennoch bleibt der Außenhandel Wachstumstreiber trotz globaler Unsicherheiten.
Quellen
Chinas Außenhandel erreicht 2025 Rekordüberschuss
Trotz Zollstreit: Chinas Handelsbilanz 2025 auf Rekordwert