Während landesweite Proteste in Iran toben, verbreiten sich auf Social Media KI-generierte Videos und alte Aufnahmen, die die Ereignisse verzerren. Diese Fakes stammen aus beiden Lagern und erreichen Millionen Views, was die Orientierung erschwert. Experten warnen vor einer Flut synthetischer Inhalte inmitten eines Internet-Blackouts.
Bekannte KI-Fakes
Ein virales Video zeigt angeblich Massenproteste mit Drohnenaufnahmen und einheitlichen Lichtern, das tatsächlich KI-generiert ist – der Ersteller gab dies auf Instagram zu. Ein weiteres Clip präsentiert eine riesige Flagge bei einer Regime-Demo, doch Gesichter sind unscharf und Personen scheinen aus der Flagge zu kommen, typisch für AI-Manipulation. Solche Videos überschwemmen Plattformen und füllen die Informationslücke durch den Blackout.
Alte Videos im Umlauf
Videos aus den Protesten von 2017 oder 2022 werden als aktuelle Aufnahmen geteilt, etwa Kämpfe mit Polizei in Kermanshah. Ein Clip aus Sanandaj 2022 zeigt die Zerstörung von Kameras und wird fälschlich als neu präsentiert. Auch Footage aus Griechenland oder Nepal wird als iranisch verkauft.
Desinformation beidseitig
Pro-Regime-Accounts nutzen AI für Schein-Counterproteste, Opposition wirft ihnen Manipulation vor. Khameneis Vertreter behauptet, Protest-Chants seien AI-Overlays. Fact-Checker wie BBC Verify und DW identifizieren Fakes durch unnatürliche Bewegungen und Anomalien.
Verifizierungstipps
Prüfen Sie Metadaten, Wasserzeichen wie “Veo” und Tools wie SynthID auf AI-Spuren. Reverse-Suchen von Keyframes enthüllen Ursprünge. Echte Videos zeigen verifizierte Orte wie Zahedan. Bleiben Sie bei Quellen wie BBC Persian oder Human Rights Activists News Agency.
Quellen
Faktencheck: KI-Fälschungen und alte Videos führen zu Fehlinformationen über die Proteste im Iran
Desinformation enttarnt: AI-Fakes bei Iran-Demonstrationen