Die anhaltenden Grenzkämpfe zwischen Thailand und Kambodscha trotz US-Präsident Donald Trumps Vermittlungsversuch sorgen für wachsende internationale Besorgnis. Seit Montag toben schwere Gefechte mit Raketen, Artillerie und sogar Kampfflugzeugen entlang der 817 Kilometer langen Grenze, die zu Verletzten und Toten geführt haben. Trump hatte nach Telefonaten mit den Regierungschefs eine Waffenruhe ab Freitag angekündigt, doch beide Seiten setzen die Auseinandersetzungen fort.
Hintergrund des Konflikts
Der Streit dreht sich um umstrittene Gebiete entlang der Grenze, die seit langem zu Spannungen führt. Im Juli 2025 kam es zu einem fünftägigen Zusammenstoß, den Trump durch direkte Anrufe beendete und ein Ceasefire-Abkommen vermittelte. Ein im Oktober unter malaysischer Schirmherrschaft geschlossenes Friedensabkommen wurde kürzlich von Thailand ausgesetzt, nachdem ein Soldat durch eine Mine verletzt wurde – ein Vorwurf, den Kambodscha zurückweist.
Trumps Rolle als Vermittler
US-Präsident Trump schaltete sich erneut ein, indem er mit Premierminister Anutin Charnvirakul aus Thailand und Hun Manet aus Kambodscha sprach und eine sofortige Waffenruhe forderte. Trotz seiner Ankündigung auf Truth Social erwähnten die Betroffenen keine Einigung; Thailand betonte, militärische Aktionen fortzusetzen, bis Bedrohungen enden. Kambodscha verweist auf das Kuala-Lumpur-Abkommen und schloss den Grenzübergang.
Aktuelle Eskalation und Folgen
Am Samstag setzten thailändische Kampfflugzeuge Angriffe fort, während Kambodscha von Verstößen gegen internationale Regeln berichtet. Beide Seiten melden Tote und Verletzte, darunter Zivilisten; die kambodschanische Regierung schloss die Grenze vollständig. Die thailändische Regierung steht innenpolitisch unter Druck, da Neuwahlen bevorstehen.
Ausblick und internationale Reaktion
Eine Deeskalation scheint unwahrscheinlich, da Thailand Trumps Vermittlung teilweise ablehnt und auf kambodschanische Demobilisierung drängt. Malaysia spielte zuvor eine Schlüsselrolle, doch die Kämpfe breiten sich aus. Die USA und ASEAN fordern Verhandlungen, um eine humanitäre Krise zu verhindern.
Quellen
Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha gehen trotz Trumps Vermittlung weiter
Kambodscha schließt Grenze zu Thailand trotz Trump-Vermittlung – Hunderttausende auf der Flucht