Thailand hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Waffenruhe mit Kambodscha klar dementiert. Der thailändische Regierungschef Anutin Charnvirakul betonte, dass im Telefonat mit Trump kein solches Abkommen vereinbart wurde. Die Kämpfe an der umstrittenen Grenze dauern an und fordern weitere Opfer.
Hintergrund des Konflikts
Der Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha wurzelt in langjährigen Streitigkeiten um die Demarkationslinie aus Kolonialzeiten. Ende Oktober 2025 unterzeichneten beide Länder unter Trumps Vermittlung in Malaysia ein Friedensabkommen, das jedoch schnell scheiterte, nachdem sich gegenseitige Vorwürfe häuften. Thailand suspendierte das Abkommen im November nach Verletzungen thailändischer Soldaten durch Landminen.
Trumps Vermittlungsversuch scheitert
Trump sprach am Freitag mit Anutin Charnvirakul und Kambodschas Premier Hun Manet und verkündete eine unmittelbare Waffenruhe. Thailand widersprach jedoch scharf: Charnvirakul erklärte, Thailand werde militärisch weitermachen, bis keine Bedrohung mehr bestehe. Kambodscha bestätigte ebenfalls keine Einigung und schloss Grenzübergänge.
Humanitäre Lage und aktuelle Kämpfe
Die Auseinandersetzungen haben rund 500.000 Menschen vertrieben und mindestens 25 Tote gefordert. Beide Seiten werfen sich Bombenangriffe und Raketenbeschuss auf Zivilisten vor, was die Eskalation weiter antreibt. Internationale Vermittler wie Malaysia sehen wenig Hoffnung auf eine rasche Deeskalation.
Ausblick und internationale Reaktionen
Trotz Trumps Eingreifen persistieren die Kämpfe in den sechsten Tag, ohne Anzeichen einer Feuerpause. Die thailändische Regierung fordert von Kambodscha die Einhaltung früherer Vereinbarungen, während Phnom Penh friedliche Lösungen betont. Die Lage bleibt hoch angespannt.
Quellen
Thailand dementiert Einigung auf Waffenruhe mit Kambodscha
Thailand dementiert Trump-Angaben zu Waffenruhe mit Kambodscha