24.01.2026
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Deutsch-italienische Kooperation vertieft sich: Neue Abkommen zwischen Berlin und Rom

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Deutschland und Italien haben bei den bilateralen Regierungskonsultationen in Rom am 23. Januar 2026 ihre Kooperation in zentralen Politikfeldern deutlich vertieft. Bundeskanzler Olaf Scholz und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni unterzeichneten mehrere Vereinbarungen, die die Zusammenarbeit in Verteidigung, Wirtschaft und Migration betreffen. Damit wollen beide Länder ihre europäische Handlungsfähigkeit stärken und aktuelle Herausforderungen gemeinsam angehen.

Offiziellen Angaben zufolge sollen die jährlichen Regierungskonsultationen künftig fester Bestandteil der bilateralen Beziehungen werden. Ziel ist es, die politische Abstimmung in EU-Fragen, insbesondere in der Sicherheits- und Asylpolitik, zu verbessern.

Schwerpunkt Verteidigung: Gemeinsame Sicherheitsstrategie

Im Bereich Verteidigung beschlossen Berlin und Rom, die gemeinsame Entwicklung europäischer Rüstungsprojekte zu fördern – etwa im Rahmen des geplanten Future Combat Air System (FCAS) oder bei der Stärkung der NATO-Ostflanke. Beide Regierungen betonten, dass eine engere militärische Zusammenarbeit notwendig sei, um Europas sicherheitspolitische Eigenständigkeit zu sichern.

Darüber hinaus sollen regelmäßige Konsultationen der Verteidigungsministerien stattfinden, um gemeinsame Strategien im Mittelmeerraum und bei internationalen Missionen zu erarbeiten.

Wirtschaft und Industrie: Innovation als verbindendes Element

Auch wirtschaftlich streben Deutschland und Italien eine engere Kooperation an. Geplant sind neue Programme zur Förderung von Investitionen in grüne Technologien, Energiewende und Digitalisierung. Italien gilt hierbei als strategischer Industriepartner Deutschlands im südlichen Europa.

Ein gemeinsames Wirtschaftsforum soll künftig regelmäßig den Austausch von Unternehmen und Start-ups beider Länder unterstützen – insbesondere in den Bereichen Maschinenbau, Wasserstofftechnologie und künstliche Intelligenz.

Migration und EU-Politik: Gemeinsame Verantwortung für Europa

Ein zentrales Thema der Beratungen war die Migration über das Mittelmeer. Deutschland sagte Italien verstärkte europäische Unterstützung bei der Grenzsicherung und Verteilung von Flüchtlingen zu. Beide Seiten betonten, dass nur eine europäische Lösung auf Basis von Solidarität langfristig wirksam sei.

Deutschland und Italien wollen zudem bei der Umsetzung des EU-Migrationspakts eng zusammenarbeiten, um überlastete Erstaufnahmeländer zu entlasten und legale Einwanderungswege auszubauen.

Bedeutung für die Europäische Union

Das deutsch-italienische Treffen wird in Berlin und Brüssel als Signal gewertet, dass Berlin und Rom ihre Führungsrolle in Europa koordinierter gestalten wollen. Die bilaterale Kooperation soll als Modell für eine engere europäische Zusammenarbeit dienen – insbesondere in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen.

Quellen

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