Nach mehreren Tagen intensiver Ermittlungen haben die Behörden im schweizerischen Crans-Montana alle Verletzten der schweren Brandkatastrophe identifiziert. Die teils gravierenden Verletzungen hatten den Prozess laut Kantonspolizei erheblich erschwert. Ermittler und medizinisches Personal arbeiteten eng zusammen, um jede betroffene Person sicher zuzuordnen.
Der Brand war in den frühen Morgenstunden in einem mehrstöckigen Gebäude im Zentrum des Walliser Ferienortes ausgebrochen. Zahlreiche Menschen mussten wegen Rauchvergiftungen und Verbrennungen in lokale Krankenhäuser eingeliefert werden.
Zahl der Opfer nach unten korrigiert
Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, wurde die zunächst angegebene Zahl der Verletzten nach eingehender Überprüfung nach unten korrigiert. Zuvor hatte man von acht schwer und mehreren leicht Verletzten gesprochen. Neue medizinische Befunde und Identitätsabgleiche bestätigten nun eine geringere Zahl.
Ein Polizeisprecher betonte, dass derzeit keine weiteren Personen als vermisst gelten. „Wir können bestätigen, dass alle bekannten Opfer identifiziert wurden“, sagte er gegenüber lokalen Medien.
Ursache des Brandes weiterhin unklar
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei stehen technische Defekte oder menschliches Versagen im Raum, Sabotage werde jedoch derzeit ausgeschlossen.
Brandexperten sollen in den kommenden Tagen die letzten Spuren am Unglücksort sichern.
Die betroffene Immobilie bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Die Gemeinde plant zudem ein Hilfsangebot für betroffene Bewohner, die ihr Hab und Gut verloren haben.
Quellen
Behörden identifizieren alle Verletzten der Brandkatastrophe von Crans-Montana
Alle 116 Verletzten des Brandes in Crans-Montana am Neujahrstag sind nun identifiziert