Am Wochenende bildeten sich in den Dolomiten, insbesondere rund um Arabba und die Marmolada, kilometerlange Schlangen vor den Ski-Liften. Hunderte Skifahrer warteten stundenlang auf die Bergfahrt, da viele Pisten wegen Schneemangels gesperrt waren. Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und wochenlange Trockenheit verhindern effektive künstliche Beschneiung.
Ursachen des Schneemangels
Der Lift Antercorpo in 2300 Metern Höhe, der die Verbindung zwischen Marmolada und Sellaronda herstellt, war massiv überlastet. Normalerweise befördert der Sessellift sechs Personen bergauf, doch für die Talfahrt wurde er auf drei Plätze reduziert, was Wartezeiten von bis zu 45 Minuten oder mehr verursachte. Marco Grigoletto, Präsident des Skiverbands ANEF, erklärte, dass es in den Höhenlagen nur an sechs Tagen unter null Grad war, was die Pistenvorbereitung unmöglich macht.
Reaktionen der Skifahrer
In sozialen Medien toben Betroffene über „stundenlange Wartezeiten“ und „1:20 Stunden-Schlangen“, nennen die Situation einen „Zirkus“ und fordern Rückerstattungen ihrer Skipässe. Viele posteten Fotos und Videos der überfüllten Lifte, besonders gegen 15 Uhr am Samstag, dem 13. Dezember. Der Frust ist groß, da die Saison Ende November begann, doch das sonnige Wetter zahlreiche Gäste anzog.
Ausblick und Hoffen auf Besserung
Grigoletto bleibt optimistisch und hofft auf schlechtes Wetter ab Dienstag, um endlich beschneien zu können. Ähnliche Probleme zeigen sich auch in österreichischen Skigebieten durch das Tauwetter. Experten raten Skifahrern, aktuelle Schneeberichte zu prüfen, bevor sie in die Dolomiten reisen.
Quellen
Kaum Schnee, Pisten dicht! Chaos an Ski-Liften in Dolomiten
Wegen Schneemangels – Piste in Italien-Skiresort dicht: Skifahrer wütend nach ewigem Warten