London – Der Druck auf den ehemaligen britischen Prinzen Andrew nimmt weiter zu. Nach der Veröffentlichung zusätzlicher Akten im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sind neue Details ans Licht gekommen. Diese Dokumente enthalten unter anderem Aussagen eines weiteren mutmaßlichen Opfers, das den Herzog von York in belastende Zusammenhänge bringt. Die Enthüllungen stammen aus bislang versiegelten Gerichtsunterlagen, die durch ein US-Gericht in den vergangenen Tagen freigegeben wurden.
Ein weiteres mutmaßliches Opfer meldet sich
Das neue Zeugnis eines angeblichen Opfers sorgt in Großbritannien und den USA gleichermaßen für Aufsehen. Laut Gerichtsakten soll die betroffene Frau angegeben haben, sie sei als Minderjährige in den frühen 2000er-Jahren in den Einflussbereich Epsteins geraten und habe dort auch Andrew begegnet. Vertreter des Herzogs wiesen die neuen Anschuldigungen entschieden zurück. „Der Herzog von York bestreitet jede Art von Fehlverhalten kategorisch“, hieß es in einer Mitteilung seines Rechtsbeistands.
Buckingham Palace hält Distanz – öffentlicher Druck steigt
Der Buckingham Palace äußerte sich bislang nicht direkt zu den neuen Vorwürfen, betonte jedoch erneut, dass Prinz Andrew seit seinem Rückzug aus dem öffentlichen Leben im Jahr 2022 keinerlei offiziellen Aufgaben für das Königshaus mehr übernimmt. In britischen Medien wird spekuliert, dass die neuesten Akten dem Image der Monarchie erneut schaden könnten – nur wenige Monate nach der Krönung von König Charles III.
Juristische Aufarbeitung in den USA
Die US-Justiz untersucht weiterhin, wie tief das Netzwerk um Jeffrey Epstein tatsächlich reichte. Zwar gilt der Fall Epsteins nach dessen Tod im Jahr 2019 als geschlossen, doch immer neue Dokumente zeigen, dass noch viele Fragen unbeantwortet bleiben. Beobachter erwarten, dass sich der öffentliche Druck auf Andrew weiter verschärfen wird, insbesondere falls weitere Zeugen oder Beweise auftauchen.
Quellen
Former Prince Andrew under increasing pressure
Ex-Prinz Andrew soll aussagen