Ein deutscher Auswanderer namens Ronald B. aus Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern ist nach über einem Jahr im Koma auf Mallorca gestorben. Der 58-Jährige wurde in der Nacht zum 30. November 2024 auf dem Heimweg von einer Weihnachtsfeier in Palma brutal von zwei 17-jährigen Jugendlichen angegriffen, die ihn schlugen und traten, auch als er bereits reglos am Boden lag. Am 3. Januar 2026 entschieden seine Eltern, die lebenserhaltenden Maßnahmen abzuschalten und Morphin zu verabreichen, woraufhin er friedlich einschlief.
Der brutale Überfall in Palma
Ronald B. war nach der Feier zu Fuß unterwegs, als die Täter ihn ins Gesicht schlugen; er fiel, schlug mit dem Genick auf Parkgitter und blieb bewusstlos liegen. Die Angreifer setzten die Prügel fort, bis ein Passant den Notruf alarmierte. Laut Polizeiprotokoll nahmen sie seinen Tod mutwillig in Kauf, obwohl ein Raubmotiv nicht eindeutig bewiesen ist.
Ungeklärte Motive sorgen für Rätsel
Die Hintergründe der Tat bleiben rätselhaft: Die Jugendlichen wollten offenbar zwei Mädchen imponieren, die den Angriff beobachteten und nun unter Zeugenschutz stehen. Es ist unklar, ob Mordabsicht vorlag oder ob der Überfall eskaliert ist. Die Verdächtigen wurden Ende Dezember 2024 festgenommen – einer floh zuvor aufs Festland – und sitzen in Jugendanstalten.
Aktueller Stand der Justiz
Die Anwältin Maria Barbancho ändert die Anklage nun auf Tötungsdelikt, zuvor versuchte Totschlag. Der Prozess beginnt Mitte Februar 2026. Eine Spendenkampagne für die Familie läuft weiter, um Kosten für Recht und Medizin zu decken.
Leben des Opfers auf der Insel
Ronald B. lebte seit den 2010er-Jahren auf Mallorca, arbeitete als Projektleiter in einem Callcenter und führte mit seinem Partner Ricardo E. aus Ecuador ein Facebook-Forum für Urlauber und Jobs. Er schwärmte oft von seinem neuen Leben fern vom 9-to-5-Job. In der deutschen Community war er bekannt.
Quellen
Deutscher stirbt auf Mallorca nach langem Koma – Verbrechen gibt Rätsel auf
Deutscher Auswanderer stirbt nach mehr als einem Jahr im Koma