28.09.2026
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Portugal ohne Ronaldo: Warum der Sieg gegen Norwegen mehr sagt als 90 Minuten auf der Bank

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@2026 EPA

Portugal hat in der UEFA Nations Leagueeinen wichtigen Auswärtssieg eingefahren – und das ausgerechnet in einem Spiel, in dem Cristiano Ronaldo nicht von Beginn an, sondern gar nicht zum Einsatz kam. Während Norwegen mit Erling Haaland eine frühe Führung feierte, drehte Portugal durch Treffer von João Félix und Gonçalo Ramos das Spiel und gewann mit 2:1. Doch hinter dem Ergebnis stehteine größere Geschichte: die strategische Neuausrichtung einer Nationalmannschaft, die lernt, auch ohne ihren Superstar zu funktionieren – und warum das für die Zukunft von Portugal entscheidend sein könnte.

Die taktische Wende: Warum Ronaldo auf der Bank blieb

Trainer Jorge Jesus entschied sich bewusst gegen einen Einsatz von Cristiano Ronaldo – nicht als Strafe, sondern als Teil eines langfristigen Plans. „Wir wollen Ronaldo in den vier Matches. Auch wenn es jeweils nur für ein paar Minuten ist, wollen wir ihn auf dem Platz haben“, sagte Jesus vor dem Spiel. Doch am Ende blieb der 41-Jährige die gesamten 90 Minuten über auf der Bank, beobachtete das Geschehen in dicker Jacke und klatschte seinen ausgewechselten Kollegen zu – ohne selbst eingewechselt zu werden.

Diese Entscheidung ist mehr als nur eine Momentaufnahme. Sie markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der portugiesischen Nationalmannschaft. Ronaldo, der mit über 200 Länderspielen und mehr als 130 Toren Rekordnationalspieler und -torjäger ist, war über zwei Jahrzehnte lang das unangefochtene Zentrum des Teams. Doch mit zunehmendem Alter und abnehmender Spielzeit bei seinem Klub wird die Frage drängender: Wie baut man eine Mannschaft, die auch ohne ihn funktioniert?

Jesus setzt hier auf eine klare Strategie: Er will Ronaldo schonen, um ihn in entscheidenden Momenten – etwa in der EM-Qualifikation oder bei großen Turnieren – frisch und einsatzbereit zu haben. Gleichzeitig testet er alternative Offensivkonzepte, die weniger von individuellen Glanzleistungen abhängen und mehr auf kollektiver Dynamik basieren.

Portugal: Mehr als nur ein Superstar

Dass Portugal auch ohne Ronaldo siegen kann, ist keine neue Erkenntnis – doch die Art und Weise, wie das Team in Norwegen auftrat, unterstreicht diese Entwicklung besonders deutlich. João Félix, der bereits in der 17. Minute zur Führung traf, und Gonçalo Ramos, der nach Haalands Ausgleich (51.) den Siegtreffer erzielte (54.), stehen für eine neue Generation portugiesischer Stürmer: technisch stark, taktisch diszipliniert und in der Lage, auch unter Druck zu bestehen.

Diese Entwicklung ist für ein Land wie Portugal von enormer Bedeutung. Wo ist Portugal? Geografisch liegt das Land im Südwesten Europas, auf der iberischen Halbinsel, und gehört zum Kontinent Europa. Die Hauptstadt Portugals, Lissabon, ist nicht nur politisches, sondern auch kulturelles und sportliches Zentrum des Landes. Fußball ist in Portugal mehr als nur ein Sport – er ist ein nationaler Identitätsfaktor. Und genau deshalb ist es so wichtig, dass die Nationalmannschaft langfristig funktioniert – unabhängig von einzelnen Spielern.

Informationen Portugal zeigen: Das Land hat eine Bevölkerung von rund 10 Millionen Einwohnern, doch seine Fußballkultur ist weltweit präsent. Von Eusébio über Figo bis hin zu Ronaldo – Portugal hat immer wieder Weltklassespieler hervorgebracht. Doch die Zukunft liegt nicht in der Nostalgie, sondern in der Entwicklung neuer Talente. Und genau das passiert gerade.

Norwegen: Haaland allein reicht nicht

Auf der anderen Seite steht Norwegen – ein Team, das mit Erling Haaland einen der gefürchtetsten Stürmer der Welt besitzt. Doch auch hier zeigt sich: Ein Superstar allein gewinnt keine Spiele. Haaland traf zwar zum zwischenzeitlichen 1:1, doch sein Team konnte die Führung nicht halten. Die norwegische Mannschaft, die zuvor noch Brasilien in einem Freundschaftsspiel besiegt hatte, wirkte gegen Portugal unsicher und wenig strukturiert.

Das ist eine wichtige Erkenntnis für alle Nationalmannschaften: Der moderne Fußball verlangt nach Kollektivleistung. Selbst Spieler wie Haaland oder Ronaldo können nicht im Alleingang Spiele entscheiden – besonders nicht auf internationalem Niveau, wo die Defensivstrukturen immer besser organisiert sind.

Für Portugal ist das ein gutes Zeichen. Es bedeutet, dass das Team gelernt hat, auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben und taktisch diszipliniert zu agieren. Die Abwehr stand kompakt, das Mittelfeld arbeitete effizient, und im Angriff gab es mehrere Optionen – nicht nur eine.

Die politische Dimension: Irland und der Eklat vor dem Israel-Spiel

Während Portugal in Norwegen sportlich überzeugte, sorgte ein anderes Spiel der Nations League für Schlagzeilen – allerdings aus ganz anderen Gründen. Im Duell zwischen Israel und Irland kam es vor dem Spiel zu einem politischen Eklat. Die irische Mannschaft verweigerte aus Protest gegen den Gaza-Krieg traditionelle Zeremonien: Kein Handschlag, kein Blickkontakt, keine gemeinsamen Rituale. Stattdessen trugen die Spieler schwarze Trauerflor am Arm und schauten während der israelischen Hymne auf den Boden.

Verbandschef David Courell begründete dies damit, „all derer zu gedenken, die in diesem Konflikt ihr Leben verloren haben“. Sport und Politik – zwei Bereiche, die eigentlich getrennt bleiben sollten, vermischen sich hier auf eine Weise, die sowohl Sympathie als auch Kritik hervorruft.

Doch zurück zum Sport: Irland gewann das Spiel mit 3:0, wobei die Tore bereits in der ersten Halbzeit fielen. Parrott (13.), Idah (16.) und Moylan (25.) sorgten für eine frühe Entscheidung. Ex-Bayern-Torwart Daniel Peretz, mittlerweile beim FC Southampton, hatte gegen diese frühe Offensive nichts entgegenzusetzen.

Weitere Ergebnisse der Nations League

Neben den beiden highlighted Spielen gab es weitere interessante Partien in der UEFA Nations League:

  • Litauen – Aserbaidschan 1:1
  • Serbien – Holland 1:2
  • Dänemark – Wales 2:0
  • Österreich – Kosovo 3:1
  • Gibraltar – Andorra 0:0

Besonders erwähnenswert ist der Sieg der Niederlande gegen Serbien – ein Zeichen dafür, dass auch die „großen“ Nationen in dieser Gruppenphase nicht alles automatisch gewinnen können. Und Österreich zeigt mit einem klaren 3:1 gegen den Kosovo, dass das Team von Ralf Rangnick weiterhin auf einem guten Weg ist.

Was bedeutet das für die Zukunft von Portugal?

Der Sieg gegen Norwegen ist mehr als nur drei Punkte in der Nations League. Er ist ein Statement: Portugal kann auch ohne Ronaldo gewinnen. Das ist nicht nur taktisch wichtig, sondern auch psychologisch. Denn je öfter das Team solche Spiele gewinnt, desto mehr Selbstvertrauen bekommen die jungen Spieler – und desto weniger Druck lastet auf Ronaldo, wenn er dann doch mal zum Einsatz kommt.

Für Trainer Jorge Jesus ist das ein idealer Weg. Er kann Ronaldo schonen, ohne die Mannschaft zu schwächen. Und er kann gleichzeitig neue Kombinationen testen – etwa mit Félix und Ramos als Doppelspitze oder mit Leão als variablem Offensivspieler.

Langfristig könnte das bedeuten, dass Portugal bei der nächsten Europameisterschaft oder sogar der Weltmeisterschaft nicht mehr so abhängig von einem einzelnen Spieler ist. Und das wäre ein enormer Vorteil – besonders in einem Turnier, in dem Verletzungen, Sperren oder Formtiefs schnell zum Problem werden können.

Fazit: Portugal auf dem Weg zur neuen Ära

Portugal hat in Norwegen gezeigt, dass es mehr ist als nur die „Ronaldo-Mannschaft“. Mit einem klaren 2:1-Sieg gegen ein starkes norwegisches Team hat die Seleção bewiesen, dass sie auch ohne ihren Superstar funktionieren kann. Das ist nicht nur ein taktischer Erfolg, sondern auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft.

Denn die wahre Stärke einer Nationalmannschaft liegt nicht in einem einzelnen Spieler – sondern in der Fähigkeit, als Team zu agieren, sich anzupassen und auch in schwierigen Situationen Lösungen zu finden. Und genau das hat Portugal in Norwegen getan.

Für die Fans in Lissabon, Porto und überall in Portugal ist das eine gute Nachricht. Denn es bedeutet: Die Zukunft der Nationalmannschaft ist sicher – auch wenn Ronaldo eines Tages nicht mehr dabei sein wird.

Quellen

Aber 90 Minuten Bank-Frust bei Ronaldo
UEFA Nations League 2026/27: Alle Spiele und Ergebnisse der Ligaphase


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