Die Sozialisten (PSOE) von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez haben bei der jüngsten Regionalwahl in der Region Aragón klare Verluste erlitten. Die Partei fiel auf rund 24 Prozent der Stimmen ab und hält nun nur noch 18 Sitze im Regionalparlament, fünf weniger als zuvor. Dies markiert den niedrigsten Stand seit 2015 und unterstreicht die anhaltende Krise der Minderheitsregierung.
Wahlergebnisse im Detail
Die konservative Partido Popular (PP) blieb mit 33,5 Prozent stärkste Kraft und sicherte sich 26 Sitze, trotz eines leichten Einbußens von zwei Mandaten. Die Rechtsaußen-Partei Vox feierte deutliche Zugewinne mit 18 Prozent und verdoppelte ihre Sitze von sieben auf 14. Dadurch ist die PP bei der Regierungsbildung erneut auf Vox angewiesen, wie bereits in der Legislaturperiode 2023–2024.
| Partei | Stimmenanteil | Sitze (neu) | Veränderung |
|---|---|---|---|
| PP | 33,5% | 26 | -2 |
| PSOE | 24% | 18 | -5 |
| Vox | 18% | 14 | +7 |
Hintergrund der Krise
Diese Wahl ist die zweite Niederlage für die PSOE in kurzer Zeit, nach dem Debakel in Extremadura im Dezember 2025, wo die Partei auf 26 Prozent abrutschte. Sánchez’ Regierung kämpft mit Korruptionsskandalen, wie dem um Ex-Verkehrsminister José Luis Ábalos, und fehlender Mehrheit im Parlament. Spanische Medien wie El País sehen darin einen weiteren Rückschlag für die schwächelnde Minderheitskoalition.
Ausblick und Folgen
Für Mitte März 2026 steht die Regionalwahl in Kastilien und León an, die weitere Herausforderungen für die PSOE bergen könnte. Die Abhängigkeit der PP von Vox signalisiert einen Rechtsruck in regionalen Koalitionen und verstärkt den Druck auf Sánchez. Analysten prognostizieren anhaltende Instabilität für die Zentralregierung in Madrid.
Quellen
Spanische Regierungspartei verliert deutlich bei Regionalwahl
Partei von Spaniens Regierungschef Sánchez im Sinkflug