Der mutmaßliche Attentäter des Angriffs auf Spaziergänger am bekannten Bondi Beach in Sydney ist am Montag erstmals vor Gericht erschienen. Nach Angaben der australischen Polizei handelt es sich um einen Mann Mitte 30, der am Tatort festgenommen wurde. Ihm wird vorgeworfen, bei der Attacke mehrere Menschen mit einem Messer verletzt und mindestens eine Person getötet zu haben.
Ein Großaufgebot von Sicherheitskräften und Medien war beim Termin am Amtsgericht von Sydney anwesend. Der Angeklagte erschien unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und machte keine Aussage zu den Vorwürfen.
Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte gezielt Touristen und Einheimische angegriffen haben. Das Motiv ist bislang unklar, doch die Ermittler schließen einen extremistischer Hintergrund nicht aus. Die zuständige Polizeibehörde erklärte, es gebe derzeit „keine Anzeichen für weitere unmittelbare Gefahren für die Öffentlichkeit“.
Der Verteidiger des Angeklagten beantragte eine psychiatrische Untersuchung, da es Hinweise auf psychische Probleme geben soll. Der Fall hat in Australien große Bestürzung ausgelöst, insbesondere da Bondi Beach zu den bekanntesten Touristenzielen des Landes zählt.
Stimmen aus Politik und Gesellschaft
Der australische Premierminister zeigte sich „zutiefst betroffen“ über die Tat und bekundete den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl. Mehrere Politiker forderten nach dem Vorfall eine verstärkte Polizeipräsenz an touristischen Hotspots. In sozialen Medien wird die Tat heftig diskutiert, viele Nutzer äußern Entsetzen über die zunehmende Zahl gewaltsamer Einzeltaten.
Nächster Gerichtstermin angesetzt
Das Gericht setzte den nächsten Verhandlungstermin für Anfang März an. Bis dahin bleibt der Angeklagte in Untersuchungshaft. Die Polizei bittet weiterhin Zeugen, Videoaufnahmen oder Fotos vom Tatabend einzureichen, um den Ablauf der Ereignisse lückenlos rekonstruieren zu können.
Quellen
Mutmaßlicher Attentäter von Bondi Beach erscheint erstmals vor Gericht
Australien: Mutmaßlicher Attentäter erstmals vor Gericht