Am ersten Tag von Chanukka ereignete sich am 14. Dezember 2025 ein schwerer Terroranschlag auf einer jüdischen Feier am Bondi Beach in Sydney, bei dem zwei Angreifer 15 Menschen töteten, darunter ein 10-jähriges Kind, und 40 weitere verletzten. Die Täter, ein Vater und sein Sohn, handelten aus ISIS-Ideologie heraus und hinterließen eine Flagge der Terrorgruppe; einer starb vor Ort, der andere liegt schwer verletzt in Haft. Der Vorfall gilt als antisemitischer Terrorakt an einem symbolträchtigen Ort.
Ankündigung neuer Maßnahmen
Premierminister Anthony Albanese kündigte am 18. Dezember 2025 in Canberra einen umfassenden Crackdown gegen Hassrede an, um Hass, Spaltung und Radikalisierung zu bekämpfen. Die Reformen umfassen ein neues Bundesdelikt „aggravated hate speech“, härtere Strafen für Hassprediger und Führer, die Gewalt schüren, sowie die Anerkennung von „Hass“ als erschwerender Faktor bei Urteilen zu Online-Bedrohungen. Zudem erhält der Innenminister neue Befugnisse, Visa für Hassverbreiter zu verweigern oder zu kündigen.
Fokus auf Antisemitismus und Radikalisierung
Albanese betonte, dass jede jüdische Australierin und jeder jüdische Australier sich sicher fühlen müsse, und kündigte eine Taskforce zur Bekämpfung von Antisemitismus in Schulen an. Die Gesetze senken die Schwelle für Strafverfolgung dehumanisierender Sprache und zielen auf Organisationen ab, deren Leader Hass fördern. Trauerfeiern, wie für das jüngste Opfer, unterstreichen die gesellschaftliche Empörung.
Quellen
Der australische Premierminister kündigt nach der Schießerei in Bondi ein hartes Vorgehen gegen Hassreden an.
Australiens Premier reagiert auf Bondi-Beach-Schießerei mit Ankündigung strenger Maßnahmen gegen Hassverbreitung

