Australian Darts Masters 2026 steht am 21. und 22. August im Mittelpunkt der Darts-Welt. Im WIN Entertainment Centre von Wollongong geht es nicht nur um 30.000 Pfund Preisgeld, sondern auch um wichtige Punkte für die World Series of Darts Finals in Amsterdam. Weil Luke Littler, Luke Humphriesund Michael van Gerwen fehlen, ist das Turnier in diesem Jahr besonders offen.
Ein Turnier ohne die großen Favoriten
Das Australian Darts Masters ist das sechste und letzte reguläre World-Series-Turnier des Jahres 2026. Normalerweise würden Namen wie Luke Littler, Luke Humphries und Michael van Gerwen einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In Wollongong verzichten jedoch alle drei Topspieler auf ihre Teilnahme.
Dadurch verändert sich die sportliche Ausgangslage deutlich. Die Hierarchie im Feld ist weniger klar, und mehrere Spieler haben die Chance, sich dauerhaft in den Mittelpunkt zu spielen. Das Turnier wird deshalb zu einem wichtigen Test für die Breite der internationalen Darts-Elite.
Gerwyn Price geht als Nummer eins der Setzliste an den Start. Der Waliser kennt das Gefühl, in Australien erfolgreich zu sein. 2024 gewann er das Turnier nach einem deutlichen 8:1 im Finale gegen Luke Littler. In diesem Jahr traf Price in der ersten Runde auf den australischen Publikumsliebling Simon Whitlock und setzte sich mit 6:2 durch.
Auch Jonny Clayton zählt zu den aussichtsreichen Titelkandidaten. Der Waliser gewann zuletzt die New Zealand Darts Masters und reist mit viel Selbstvertrauen nach Wollongong. Sollte Clayton auch in Australien triumphieren, wäre das zweite Turnier in Folge ein starkes Zeichen vor den World Series Finals.
James Wade überzeugt zum Auftakt
Eine besondere Rolle spielt James Wade. Der Engländer gehört zu den erfahrensten Spielern im Teilnehmerfeld und ist als Nummer vier gesetzt. Während jüngere Akteure häufig mit hohen Averages und spektakulären Checkouts auffallen, überzeugt James Wade darts vor allem durch taktische Reife, Kontrolle und jahrelange Erfahrung.
Sein Auftakt gegen Tim Pusey verlief einseitig. James Wade gewann mit 6:0 und ließ seinem australischen Gegner kaum Möglichkeiten, in die Partie zu finden. Mit einem 164er-Finish stellte der Engländer zudem seine Klasse auf den hohen Punktzahlen unter Beweis.
Für James Wade war dieser Sieg ein perfekter Start in das Turnier. Er musste weder über eine große Distanz gehen noch in engen Situationen unnötig viele Kräfte aufwenden. Das kann am zweiten Turniertag ein entscheidender Vorteil sein, wenn innerhalb weniger Stunden Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgetragen werden.
Im Viertelfinale trifft James Wade auf Stephen Bunting. Der Engländer setzte sich in seiner ersten Partie gegen Nachrücker Mal Cuming mit 6:3 durch. Bunting ist ein Gegner, der selbst bei hohem Druck ruhig bleibt und seine Chancen auf den Doppelfeldern konsequent nutzt.
Für James Wade wird es darauf ankommen, das Spieltempo zu kontrollieren. Bunting kann eine Partie sehr schnell machen und mit hohen Scores früh Druck ausüben. Wade ist dagegen besonders stark, wenn er seinen Gegner zu schwierigen Entscheidungen zwingt und die entscheidenden Legs mit präzisen Checkouts abschließt.
Wer nach Begriffen wie „James Wade Frau“ oder „ricky evans james wade“ sucht, stößt häufig auf private oder biografische Themen. Für die sportliche Bewertung des Australian Darts Masters sind diese Aspekte allerdings nicht entscheidend. Auf der Bühne zählt allein, wie gut James Wade seine Erfahrung, sein Timing und seine Nervenstärke einsetzt.
Die erste Runde bringt Überraschungen
Das Teilnehmerfeld besteht aus acht PDC-Spielern und acht Qualifikanten aus Australien und Neuseeland. In der ersten Runde trifft jeweils ein internationaler Profi auf einen regionalen Vertreter. Dieses Konzept sorgt für einen spannenden Gegensatz: Die PDC-Stars bringen Erfahrung aus den größten Turnieren mit, während die Spieler aus Ozeanien vom Heimvorteil und der Unterstützung des Publikums profitieren.
Die Begegnungen der ersten Runde waren:
- Gerwyn Price gegen Simon Whitlock.
- Gian van Veen gegen Raymond Smith.
- Jonny Clayton gegen Ben Robb.
- James Wade gegen Tim Pusey.
- Stephen Bunting gegen Mal Cuming.
- Josh Rock gegen Adam Leek.
- Ross Smith gegen Brody Klinge.
- Damon Heta gegen Joe Comito.
Für eine der größten Überraschungen sorgte Brody Klinge. Der Australier besiegte Ross Smith mit 6:5 und bewies damit, dass die regionalen Teilnehmer nicht nur als Außenseiter eingeladen wurden. Auch Spieler ohne große Erfahrung auf der internationalen Bühne können in einem kurzen K.-o.-Match einen etablierten Profi bezwingen.
Damon Heta nimmt im Feld eine besondere Position ein. Der Australier ist in seiner Heimat geboren, tritt aber als PDC-Profi an. Mit einem 6:2 gegen Joe Comito zog Heta ins Viertelfinale ein. Dort wartet mit Jonny Clayton ein besonders schwieriger Gegner.
Der Modus verzeiht kaum Fehler
Das Australian Darts Masters wird im K.-o.-System ausgetragen. Die erste Runde und das Viertelfinale werden im Format Best of 11 Legs gespielt. Im Halbfinale erhöht sich die Distanz auf Best of 13 Legs, während das Finale über Best of 15 Legs geht.
Diese Struktur stellt die Spieler vor unterschiedliche Herausforderungen. In einem Best-of-11-Match können zwei starke Serien bereits ausreichen, um den Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Im Halbfinale und Finale sind dagegen Ausdauer, Konzentration und taktische Anpassungsfähigkeit noch wichtiger.
Für James Wade ist der längere Turniertag eine anspruchsvolle, aber vertraute Situation. Der Engländer hat in seiner Karriere zahlreiche große Bühnen erlebt und weiß, wie man ein Match in einzelne Phasen aufteilt. Er muss nicht jedes Leg spektakulär gewinnen. Entscheidend ist, im richtigen Moment das Risiko zu erhöhen und auf den Doppeln effizient zu bleiben.
Bei einem Turnier mit nur 16 Spielern ist jeder Fehler besonders schwerwiegend. Anders als bei größeren Veranstaltungen gibt es keine Möglichkeit, eine schwache Leistung später zu korrigieren. Wer in der ersten Runde nicht sofort auf seinem Niveau spielt, kann bereits nach wenigen Stunden ausscheiden.
Preisgeld und Punkte für Amsterdam
Insgesamt werden beim Australian Darts Masters 100.000 Pfund ausgeschüttet. Der Sieger erhält 30.000 Pfund, der unterlegene Finalist 16.000 Pfund. Die beiden Halbfinalisten bekommen jeweils 10.000 Pfund. Für das Erreichen des Viertelfinals gibt es jeweils 5.000 Pfund.
Das Preisgeld zählt jedoch nicht für die PDC Order of Merit. Stattdessen werden Punkte für das World-Series-Ranking vergeben. Diese Wertung ist mit Blick auf die World Series Finals in Amsterdam besonders wichtig.
| Runde | Preisgeld | Punkte |
|---|---|---|
| Sieger | 30.000 £ | 12 |
| Finalist | 16.000 £ | 8 |
| Halbfinale | 10.000 £ | 5 |
| Viertelfinale | 5.000 £ | 3 |
| Erste Runde | 1.750 £ | 1 |
Ein Turniersieg bringt also nicht nur einen finanziellen Gewinn, sondern auch zwölf wertvolle Rankingpunkte. Für Spieler, die um eine gute Ausgangsposition in Amsterdam kämpfen, kann dieser Unterschied am Ende der Saison entscheidend sein.
James Wade hat deshalb mehrere Gründe, das Turnier ernst zu nehmen. Neben dem möglichen Titelgewinn geht es um eine bessere Position im World-Series-Ranking und um zusätzliches Selbstvertrauen vor dem Saisonhöhepunkt.
Übertragung im TV und Stream
Für deutsche Zuschauer beginnen die Sessions an beiden Tagen bereits um 11:00 Uhr MESZ. Am Freitag stand die komplette erste Runde auf dem Programm. Am Samstag folgen Viertelfinale, Halbfinale und Finale.
Die Übertragung ist über DAZN zu sehen. Zusätzlich bietet der DAZN-Darts-X-Kanal auf Pluto TV eine kostenlose Streaming-Möglichkeit. Dadurch können Fans das Turnier auch ohne ein kostenpflichtiges Sportpaket verfolgen.
Die frühe Startzeit ist für europäische Zuschauer besonders angenehm. Während Darts-Turniere häufig spät am Abend beginnen oder bis in die Nacht dauern, lässt sich das Australian Darts Masters am Vormittag und frühen Nachmittag verfolgen. Der Finaltag bietet dabei ein kompaktes Programm mit mehreren wichtigen Partien innerhalb weniger Stunden.
Welche Bedeutung das Turnier für die Saison hat
Das Australian Darts Masters 2026 ist mehr als ein weiteres Einladungsturnier. Es bildet den Abschluss der regulären World-Series-Saison und entscheidet mit darüber, welche Spieler mit dem größten Selbstvertrauen nach Amsterdam reisen.
Für die regionalen Spieler ist die Veranstaltung eine Gelegenheit, sich gegen etablierte Profis zu beweisen. Der Sieg von Brody Klinge gegen Ross Smith zeigt, dass die Unterschiede zwischen den besten Spielern aus Ozeanien und den internationalen PDC-Vertretern kleiner werden.
Für die gesetzten Profis geht es dagegen darum, ihre Favoritenrolle zu bestätigen. Gerwyn Price hat bereits gewonnen, Jonny Clayton kommt als frisch gekürter Sieger aus Neuseeland, und Gian van Veen möchte seine Position als einer der aufstrebenden Spieler bestätigen.
James Wade könnte dabei zum entscheidenden Faktor des Turniers werden. Sein souveräner 6:0-Erfolg gegen Tim Pusey hat gezeigt, dass er auch im höheren Alter weiterhin in der Lage ist, eine Partie vollständig zu kontrollieren. Gegen Stephen Bunting wartet nun eine deutlich größere Prüfung.
Sollte James Wade das Australian Darts Masters gewinnen, wäre das ein starkes Signal an die Konkurrenz. Es würde zeigen, dass Erfahrung, taktische Disziplin und mentale Stabilität auch in einer Generation mit vielen jungen Topspielern weiterhin den Unterschied machen können. In Wollongong besitzt James Wade deshalb nicht nur die Chance auf einen weiteren Titel, sondern auch die Möglichkeit, seine Bedeutung für die World Series erneut zu unterstreichen.
Quellen
Darts – Australian Darts Masters: Termine, Teilnehmer & TV-Übertragung
Australian Darts Masters

