Australiens Regierung hat klargestellt, dass sie keine Bürger aus einem syrischen Lager zurückholen wird, in dem Familien von mutmaßlichen IS-Kämpfern untergebracht sind. Premierminister Anthony Albanese betonte diese Haltung in einem Interview.
Hintergrund des syrischen Lagers
Das Roj-Lager in Nordostsyrien beherbergt Familien von Verdächtigen des Islamischen Staates (IS), darunter Australier, die seit Jahren dort festgehalten werden. Bedingungen sind prekär, mit Berichten über zunehmende Militarisierung und Gefahren für Kinder. Trotz US-Angebote zur Unterstützung lehnt Australien ab.
Albaneses klare Position
Am 17. Februar 2026 erklärte Albanese in Sydney: „Wir werden keine Unterstützung oder Rückholung bieten.“ Er begründete dies mit fehlender Sympathie für Personen, die am IS-Caliphats-Projekt teilnahmen. Selbst Kinder seien betroffen, doch keine Hilfe werde geleistet.
Vorherige Entwicklungen
34 Australier wurden am 16. Februar kurz freigelassen, aber aus „technischen Gründen“ zurück ins Lager gebracht. Frühere Rückholaktionen gab es 2019 und 2022, doch für die Übrigen plant die Regierung nichts. Das Oberste Gericht lehnte 2024 einen Antrag ab.
Internationale Kritik und Konsequenzen
Organisationen wie Save the Children und Human Rights Watch kritisieren die Haltung als unmoralisch und illegal. Die USA warnen vor Radikalisierungsrisiken und drängen auf Schließung der Lager. Rückkehrer riskieren in Australien Strafverfolgung.
Quellen
Australien schließt Hilfe für Familien von IS-Kämpfern beim Verlassen des syrischen Lagers aus
Australien schließt Rückführung von Bürgern aus syrischem Lager aus