Bad Wörishofen hat seinen neuenTitel als Rosenstadt nicht allein mit einem Garten gefeiert: Während des Deutschen Rosenkongresses trugen auch die Schaufenster in der Innenstadt die Blume ins öffentlicheLeben. Den Wettbewerb um das schönste Rosenfenster gewann Barth Wohnkultur – mit mehr als der Hälfte der Stimmender Fachjury. Die Auszeichnung zeigt, wie eine lokale Tradition über den Kurpark hinauswirken und Handel, Stadtbild und Tourismus miteinander verbinden kann.
Eine Rose, viele Ideen
22 Geschäfte und Betriebe beteiligten sich an dem Wettbewerb. Die Jury aus Mitgliedern des Rosenkongresses besuchte die gestalteten Fenster vor Ort und bewertete, wie die Teilnehmenden das Thema Rose interpretiert hatten. Am Ende setzte sich das Schaufenster von Barth Wohnkultur deutlich durch.
Für die Gestaltung waren Elfriede und Cindy federführend. Fritz und Anna Barth widmeten die Auszeichnung ihrem ganzen Team und dankten zugleich dem Kur- und Tourismusbetrieb für die Zusammenarbeit. Das Ergebnis ist damit mehr als ein Preis für ein gelungenes Dekor: Es ist auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie kommunale Initiativen und lokale Betriebe gemeinsam eine Idee in die Stadt tragen können.
Ein Wettbewerb dieser Art verändert den Blick auf die Innenstadt. Wer durch die Straßen geht, begegnet dem Rosenthema nicht nur an einem einzelnen Ort, sondern in unterschiedlichen Schaufenstern und Geschäftsräumen. Jeder Betrieb kann es auf eigene Weise aufnehmen – stilvoll, verspielt, modern oder klassisch. So entsteht aus vielen einzelnen Gestaltungen ein gemeinsames Stadtbild.
Rosenstadt als gemeinsames Projekt
Der Wettbewerb fand in einem besonderen Jahr statt: Bad Wörishofen wurde 2026 zur deutschen Rosenstadt ernannt. Der Deutsche Rosenkongress tagte vom 25. bis 28. Juni in der Kneippstadt; die Auszeichnung als Rosenstadt wurde am 27. Juni verliehen. Damit erhielt eine bereits etablierte Gartenattraktion eine neue öffentliche Bühne.
Das Rosarium im Kurpark ist das botanische Fundament des Titels. Auf rund 10.000 Quadratmetern wachsen etwa 6.000 Rosenstöcke mit mehr als 550 Sorten. Die Anlage ist nicht bloß eine Ansammlung schöner Pflanzen: Sie bietet Gästen und Einheimischen einen zugänglichen Ort, an dem sich Vielfalt, Pflege und gärtnerische Gestaltung unmittelbar erleben lassen.
Die Schaufensteraktion ergänzt diesen zentralen Anziehungspunkt um eine zweite Ebene. Der Kurpark zeigt die Rosen in ihrer natürlichen Umgebung; die Innenstadt übersetzt das Thema in Gestaltung, Handel und Alltagsräume. Genau diese Verbindung kann den Titel für Besucher greifbarer machen. Eine Auszeichnung gewinnt an Bedeutung, wenn sie nicht nur auf einer Urkunde steht, sondern im öffentlichen Raum erkennbar wird.
Was der Wettbewerb bewirken kann
Für den örtlichen Einzelhandel liegt der Wert nicht allein in zusätzlicher Aufmerksamkeit während eines Kongresses. Ein gemeinsames Thema schafft einen Anlass, die Geschäfte neu zu präsentieren und Menschen durch die Innenstadt zu führen. Selbst wer ursprünglich wegen des Rosengartens oder einer Veranstaltung kommt, kann dabei Betriebe entdecken, die sonst vielleicht nicht auf dem Weg liegen.
Der Effekt ist nicht automatisch dauerhaft. Eine dekorierte Schaufensterfront zieht Blicke auf sich, aber eine tragfähige Stadtmarke entsteht erst, wenn auf ein einzelnes Ereignis weitere Angebote folgen. Entscheidend sind daher wiederkehrende Aktionen, gute Orientierung und ein Erlebnis, das verschiedene Orte miteinander verbindet: Kurpark, Innenstadt, Gastronomie und Übernachtungsangebote.
Bad Wörishofen kündigte bereits weitere Aktionen für die nächste Rosenblüte 2027 an. Das eröffnet die Möglichkeit, aus dem Wettbewerb ein wiederkehrendes Format zu entwickeln – etwa mit wechselnden Themen, Beteiligung weiterer Betriebe oder Veranstaltungen, die Rosenkultur mit Musik, Gartenführungen und regionalen Angeboten verbinden.
Vom Tagesausflug zum längeren Aufenthalt
Für den Tourismus zählt nicht nur, wie viele Menschen eine Attraktion besuchen, sondern auch, ob sie länger bleiben und mehrere Angebote nutzen. Die Therme Bad Wörishofen ist ein wichtiger Teil dieses Umfelds: 2025 kamen erstmals mehr als 750.000 Gäste. Das zeigt die große Reichweite des Freizeit- und Wellnessangebots, sagt aber für sich allein nichts darüber aus, wie stark die Rosenaktionen zusätzliche Besuche oder Übernachtungen auslösen.
Wer nach „therme bad wörishofen auslastung“ oder „therme bad wörishofen besucherzahlen“ sucht, interessiert sich meist für praktische Reiseplanung und den erwarteten Andrang. Solche Fragen lassen sich nicht aus einem Rosenwettbewerb ableiten: Besucherzahlen der Therme und die Resonanz auf eine Stadtaktion sind unterschiedliche Messgrößen. Für die touristische Planung wäre deshalb wichtig, künftig getrennt auszuwerten, wie viele Gäste wegen der Rosenveranstaltungen kommen, wie lange sie bleiben und ob sie weitere Angebote der Stadt nutzen.
Auch Suchanfragen wie „therme bad wörishofen mit hotel“ zeigen, dass viele Interessierte ihren Besuch als Aufenthalt planen. Ein Rosenprogramm kann dafür einen zusätzlichen Anlass liefern – besonders, wenn Termine früh kommuniziert und mit Kurparkführungen, Veranstaltungen und Angeboten der örtlichen Betriebe verknüpft werden. Der Titel „Rosenstadt“ entfaltet sein wirtschaftliches Potenzial nicht automatisch; er kann aber helfen, eine Reiseidee attraktiver und klarer zu machen.
Der Blick auf 2027
Die nächste Rosenblüte wird ein wichtiger Prüfstein. Dann lässt sich beobachten, ob die Aufmerksamkeit des Kongressjahres in ein dauerhaftes Angebot übergeht. Dafür braucht es keine immer größere Inszenierung. Verlässliche Termine, gepflegte Anlagen und eine sichtbare Beteiligung der Innenstadt können wirkungsvoller sein als eine einmalige Großveranstaltung.
Auch lokale Orte können Teil der Reiseplanung sein. So gibt es in Bad Wörishofen etwa das Lido Ristorante. Ein Restaurantbesuch ersetzt zwar kein touristisches Gesamtkonzept, kann aber zum Aufenthalt dazugehören, wenn Besucher mehrere Stunden oder einen ganzen Tag in der Stadt verbringen.
Der Erfolg von Barth Wohnkultur ist deshalb auch ein Signal an andere Betriebe: Die Rosenstadt wird überzeugender, wenn viele Akteure sie mitgestalten. Der Wettbewerb hat gezeigt, dass das Thema im Geschäftsleben ankommen kann. Nun kommt es darauf an, die kreative Energie nicht mit der Preisverleihung enden zu lassen, sondern sie bis zur Rosenblüte 2027 und darüber hinaus in ein gemeinsames Erlebnis für Gäste und Einheimische zu übersetzen.
Quellen
Stadt verwandelt sich in Blütenmeer: Wer das schönste Rosenfenster des Jahres gestaltet hat
RosenstadtBad Wörishofen






