Boris Palmer, der streitbare Oberbürgermeister von Tübingen, ist erneut in den Schlagzeilen. In den aktuellsten Berichten äußert er sich zur Landtagswahl in Baden-Württemberg und den Vorwürfen einer Schmutzkampagne.
Palmer zur CDU-Wut nach der Wahlniederlage
Die CDU in Baden-Württemberg ist nach der knappen Wahlniederlage gegen die Grünen hochgradig verärgert. Boris Palmer kann die Gefühle der Christdemokraten gut nachvollziehen und sagt: „Ich kann mich in die Seele der CDU da gut reinversetzen“. Er erkennt den Schmerz an, einen scheinbar sicheren Sieg in letzter Minute zu verlieren, besonders wenn Unfairness im Spiel zu sein scheint.
Keine orchestrierte Schmutzkampagne bei den Grünen
Palmer hält die Vorwürfe einer geplanten Schmutzkampagne der Grünen für „vollkommen absurd“. Eine Abgeordnete habe ein altes Video von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel gepostet, in dem dieser von „rehbraunen Augen“ einer Schülerin schwärmt – das sei auf eigene Rechnung passiert. Bei der CDU gebe es keine solchen eigenständigen Akteure, betont Palmer, der selbst ehemaliges Grünen-Mitglied ist.
Ausblick auf Koalition und Stabilität
Trotz der Kontroverse fordert Boris Palmer die Grünen auf, Vertrauen bei der CDU aufzubauen, um eine stabile Regierung zu bilden. Cem Özdemir könnte Ministerpräsident werden und mit der CDU koalieren, da beide Parteien gleich viele Sitze haben. Palmer warnt, dass tiefe Wunden die Zusammenarbeit erschweren könnten, betont aber die Notwendigkeit einer soliden Führung in Baden-Württemberg.
Quellen
„Anständige werfen wir raus, harte Kerle dürfen bleiben“
Boris Palmer tritt bei den Grünen aus