Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat kürzlich Maßnahmen vorgestellt, um den Führerschein bezahlbarer zu machen. Die Pläne zielen auf weniger Bürokratie und Digitalisierung ab, um die hohen Kosten von rund 3.400 Euro zu senken.
Weniger Sonderfahrten und Online-Theorie
Die Anzahl der verpflichtenden Sonderfahrten beim Pkw-Führerschein soll von zwölf auf nur drei reduziert werden: eine Nacht-, eine Autobahn- und eine Überlandfahrt. Zudem darf der Theorieunterricht vollständig online erfolgen, sodass Fahrschulen auf teure Räume verzichten können.
Der Fragenkatalog für die Theorieprüfung wird um etwa 30 Prozent gekürzt, was die Vorbereitung erleichtert und Durchfallquoten senken soll.
Experimentierklausel für Laienausbildung
Eine befristete Regelung erlaubt es, Teile der praktischen Ausbildung mit Eltern oder Freunden zu absolvieren – ähnlich wie in Österreich. Dies soll Kosten sparen, ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden.
Fahrschulen müssen Preise online transparent machen, damit Vergleichsportale entstehen können.
Kritik von Fahrlehrerverbänden
Fahrlehrerverbände kritisieren die Reform als “massiven Angriff” und befürchten Qualitätsverluste. Viele Fahrschüler warten derzeit ab, was zu sinkenden Anmeldungen führt.
Die Verkehrsministerkonferenz Ende März soll über das Paket entscheiden, gefolgt von einem Gesetzesverfahren.
Ausblick: Digitaler Führerschein 2026
Ab Ende 2026 kommt der digitale Führerschein ins Smartphone, der den Papierführerschein ergänzt. Dies ist Teil EU-weiter Änderungen, die auch Gesundheitschecks anpassen.
Quellen
Verkehrsminister Schnieder stellt Maßnahmen für günstigeren Führerschein vor
Bund legt detaillierten Katalog für Führerschein-Refom vor






