23.01.2026
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FDP-Politikerin Strack-Zimmermann will deutsches Gold aus New York zurückholen

Gold-Rueckholung-USA-FDP

Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich für die Rückholung deutscher Goldreserven aus den Vereinigten Staaten ausgesprochen. Ihrer Ansicht nach sei es nicht länger vertretbar, dass ein erheblicher Teil der Bestände weiterhin in New York gelagert werde.

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank befinden sich aktuell rund 31 Prozent der deutschen Goldreserven – das entspricht etwa 1.200 Tonnen – in den Tresoren der Federal Reserve Bank of New York. Weitere Bestände lagern in London, Paris und Frankfurt am Main.

„Nicht mehr zeitgemäß, Gold im Ausland zu horten“

Strack-Zimmermann argumentiert, dass die ursprünglichen Gründe für die Lagerung im Ausland, insbesondere während des Kalten Krieges, heute nicht mehr gelten. Sie betonte gegenüber Medien, es sei „an der Zeit, das Gold nach Hause zu holen“, um die nationale Unabhängigkeit zu stärken und im Krisenfall direkten Zugriff zu gewährleisten.

Die Politikerin sieht Bundesregierung und Bundestag in der Pflicht, die Rückführung zügig zu prüfen und umzusetzen. Es gehe um ein „Signal der Souveränität“ an die internationale Gemeinschaft.

Historischer Hintergrund: Warum deutsches Gold im Ausland liegt

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagerte die Bundesrepublik große Teile ihrer Goldreserven in verbündeten Ländern, vor allem in den USA und Großbritannien. Ziel war es, Währungsstabilität zu sichern und im Falle geopolitischer Spannungen einen schnellen Zugriff über internationale Finanzzentren zu gewährleisten.

Bereits in den Jahren 2013 bis 2017 hatte die Bundesbank einen Teil der Goldbestände aus New York und Paris nach Deutschland gebracht. Damals wurden 674 Tonnen Gold erfolgreich nach Frankfurt transferiert – eine logistische Herausforderung, die mehrere Jahre in Anspruch nahm.

Experten warnen vor politischen und logistischen Risiken

Finanzexperten verweisen auf mögliche Risiken einer raschen Rückholung. Der Ökonom Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim weist darauf hin, dass ein „vollständiger Abzug“ signalpolitisch heikel sein könnte: „Es würde Zweifel an der Stabilität transatlantischer Beziehungen wecken.“

Auch die Bundesbank betont regelmäßig, dass die Lagerung an mehreren internationalen Standorten der Diversifikation und Liquiditätssicherung diene. New York gilt weiterhin als einer der sichersten Finanzplätze der Welt.

Fazit

Die Forderung von Marie-Agnes Strack-Zimmermann könnte die Diskussion um nationale Wirtschaftsinteressen und Souveränität erneut befeuern. Ob Regierung und Bundesbank jedoch bereit sind, einen neuen Rückführungsprozess zu starten, bleibt abzuwarten.

Die Debatte zeigt: Gold ist mehr als ein Edelmetall – es bleibt ein Symbol wirtschaftlicher Selbstbestimmung.

Quellen

Strack-Zimmermann fordert Rückholung deutscher Goldreserven in den USA
Deutsches Gold in Trump-Händen: Experten fordern Rückholaktion von Milliardenwert – „Das ist riskant“

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