In den Verhandlungen in Berlin zeigten die Europäer unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz eine beeindruckende Geschlossenheit. Elf europäische Staats- und Regierungschefs veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie der Ukraine eine multinationale Schutztruppe für die Zeit nach einem möglichen Waffenstillstand zusicherten. Diese Truppe soll die ukrainischen Streitkräfte unterstützen und die Sicherheit von Luftraum und Meeren gewährleisten, auch durch Operationen innerhalb der Ukraine.
Merz als Führungsnation Deutschlands
Bundeskanzler Merz spielte eine herausragende Rolle und brachte Europa zurück an den Verhandlungstisch. Friedensforscherin Nicole Deitelhoff lobte dies als „Glanzleistung“, die Deutschland als Führungsnation in Europa positioniere. Merz übte zudem Druck auf die EU aus, das eingefrorene Vermögen russischer Staatsbanken für die Ukraine freizugeben, um die Handlungsfähigkeit Europas zu demonstrieren.
Fortschritte mit den USA
Die US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner legten in Berlin beachtliche rechtliche und materielle Sicherheitsgarantien auf den Tisch, was Merz als wichtigen Fortschritt hervorhob. Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch und sprach von Nähe zu einer Lösung. Dies deutet auf eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Europa und USA hin, trotz kühlerer transatlantischer Beziehungen.
Der Druck auf Russland
Alles hängt nun von Russland ab, warnte Merz und forderte einen Rest menschlichen Anstands von der russischen Führung. Selenskyj betonte Differenzen bei Gebietsfragen, sah aber NATO-ähnliche Garantien als machbar. Die Verhandlungen schufen diplomatische Dynamik, die einen Waffenstillstand vorstellbar macht.
Berlins Rolle in der Weltdiplomatie
Berlin bewies als Gastgeberstadt seine Fähigkeit zur Weltdiplomatie mit 3600 Polizisten und reibungsloser Organisation. Die Hauptstadt übernahm trotz Sicherheitsmaßnahmen eine zentrale Rolle in den Friedensgesprächen zum Ukraine-Krieg. Dies markiert einen Meilenstein für Deutschlands Verantwortung in Europa.
Quellen
Die Lehren aus den Verhandlungen von Berlin
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