Die deutsche Wirtschaft zeigt 2026 erste positive Signale nach Jahren der Stagnation, doch der Aufschwung kein Selbstläufer bleibt ohne grundlegende Veränderungen fragil. Experten warnen, dass hohe Staatsausgaben allein nicht ausreichen, um nachhaltiges Wachstum zu sichern.
Aktuelle Prognosen zum Aufschwung
Die Bundesregierung erwartet für 2026 nur ein Prozent Wirtschaftswachstum, während Institute wie das DIW Berlin 1,3 Prozent prognostizieren. Der Aufschwung kein Selbstläufer wird durch steigende Aufträge und Stabilisierung der Industrie gestützt, bleibt aber anfällig für globale Unsicherheiten. Positive Impulse kommen aus dem privaten Konsum und Lohnsteigerungen.
Wachstumstreiber: Rüstung und Infrastruktur
Staatsausgaben in Höhe von über 100 Milliarden Euro für Verteidigung und Infrastruktur treiben den Aufschwung an und könnten das BIP um bis zu 0,5 Prozentpunkte heben. Dennoch ist der Aufschwung kein Selbstläufer, da dieser Fiskalimpuls einmalig ist und ohne Folgeinvestitionen ausläuft. Experten wie Sebastian Dullien vom IMK betonen die Rolle öffentlicher Investitionen bei der Konjunkturbelebung.
Strukturreformen als Schlüssel
Ohne Abbau von Bürokratie, Senkung von Steuern und Lohnnebenkosten verpufft der Aufschwung schnell, warnen Ökonomen wie Jörg Krämer von der Commerzbank. Der Aufschwung kein Selbstläufer erfordert stabile Energiekosten und bessere Wettbewerbsfähigkeit, um Unternehmen zu Investitionen zu bewegen. Beispiele aus Spanien und Portugal zeigen, dass Reformen langfristig höheres Wachstum ermöglichen.
Risiken und Ausblick
Trotz ermutigender Signale droht ein Rückschlag, wenn Reformen ausbleiben, da der DIHK-Experte Jupp Zenzen die strukturellen Probleme am Standort Deutschland hervorhebt. Die Politik muss nun handeln, um den Aufschwung zu festigen und von einem Konjunkturhoch zu einem dauerhaften Boom zu führen.
Quellen
Der mühsame Weg zum Aufschwung
Regierung erwartet 2026 nur noch ein Prozent Wachstum

