06.01.2026
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Deutsche Bahn in der Krise: Warum die Züge immer seltener pünktlich fahren

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Die Deutsche Bahn steht erneut massiv in der Kritik. Einer aktuellen Auswertung zufolge erreichten im Jahr 2025 nur rund 60 Prozent der Fernverkehrszüge – also ICE und IC – ihr Ziel pünktlich. Damit verschlechterte sich die Quote im Vergleich zu den Vorjahren weiter und erreichte einen historischen Tiefstand.

Das Unternehmen begründet die Probleme vor allem mit der stark belasteten und teils maroden Infrastruktur. Defekte Weichen, überlastete Strecken sowie Baustellen führten regelmäßig zu Verspätungen und Zugausfällen.

Marode Infrastruktur und Sanierungsstau

Experten warnen schon seit Jahren vor dem schlechten Zustand des Schienennetzes. Große Teile der Infrastruktur seien technisch veraltet und anfällig für Störungen. Dies zieht nicht nur betriebliche Probleme nach sich, sondern beeinträchtigt auch das Vertrauen der Fahrgäste.

Zwar hat die Bahn angekündigt, in den kommenden Jahren Milliarden in die Sanierung zu investieren, doch bis sich die Lage spürbar bessert, dürfte es noch dauern. 2026 gilt als „Super-Baustellenjahr“, in dem viele zentrale Streckenabschnitte gleichzeitig erneuert werden sollen.

Fernverkehr besonders betroffen

Besonders drastisch zeigen sich die Verspätungen im Fernverkehr. ICE- und IC-Züge sind auf langen Strecken anfälliger für Störungen und Verspätungen als der Nahverkehr. Laut Bahnstatistik bedeutet „pünktlich“ übrigens, dass ein Zug höchstens sechs Minuten nach Plan ankommt – selbst nach diesem Kulanzwert fiel 2025 fast jeder zweite Fernzug durch.

Pendler und Geschäftsreisende klagen zudem über unzuverlässige Anschlussverbindungen und kurzfristige Zugausfälle. Das hat auch wirtschaftliche Folgen – viele Unternehmen beklagen Produktivitätsverluste durch verspätete Mitarbeiter oder verpasste Termine.

Reformbedarf und politische Reaktionen

Bund und Bahnspitze stehen unter erheblichem Druck, Lösungen zu präsentieren. Das Bundesverkehrsministerium verweist auf das geplante Infrastrukturprogramm, das bis 2030 rund 45 Milliarden Euro in Instandhaltungs- und Ausbauprojekte stecken soll. Kritiker bezweifeln jedoch, dass die Maßnahmen schnell genug greifen.

Verbraucherverbände fordern zudem eine transparentere Kommunikation gegenüber den Fahrgästen sowie Entschädigungen bei wiederholten Verspätungen. Die Fahrgastzufriedenheit ist laut aktuellen Umfragen auf einem Rekordtief angekommen.

Quellen

Pünktlichkeit der Deutschen Bahn lässt weiter nach
Fernzüge der Deutschen Bahn 2025 so unpünktlich wie nie

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