Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat ihren jährlichen Bericht zur globalen Vermögensverteilung veröffentlicht. Demnach nimmt die Zahl der Milliardäre weltweit erneut zu. Besonders auffällig: Während ein großer Teil der Bevölkerung mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpft, wächst das Vermögen der Superreichen in beispiellose Höhen.
Laut Oxfam stieg die Zahl der Milliardäre im Jahr 2025 zum zehnten Mal in Folge. Allein das Vermögen der zehn reichsten Menschen übersteigt das Einkommen von mehreren hundert Millionen Menschen weltweit. An der Spitze der Superreichen steht weiterhin Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk, dessen Vermögen laut aktuellen Schätzungen deutlich zugelegt hat.
Globale Ungleichheit nimmt zu
Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst laut Oxfam-Studie stetig weiter. Während Hilfsorganisationen und Sozialexperten auf die Folgen sozialer Ungleichheit hinweisen, profitieren die oberen Prozent weiterhin von Kapitalmärkten, Immobilienwerten und technologischen Innovationen.
Vor allem die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Nachwirkungen scheinen diesen Trend langfristig verstärkt zu haben. Regierungen weltweit stehen vor der Herausforderung, faire Besteuerungssysteme zu schaffen und soziale Sicherungssysteme zu stärken.
Forderungen nach gerechterer Verteilung
Oxfam fordert von den Regierungen Maßnahmen gegen die zunehmende Vermögenskonzentration. Dazu zählen höhere Steuern für Superreiche, eine besser geregelte Unternehmensbesteuerung und verstärkte Investitionen in Bildung, Gesundheit und Sozialsysteme.
Auch die Rolle großer Technologieunternehmen, die durch ihre globale Reichweite gewaltige Gewinne erzielen, steht zunehmend im Fokus der Kritik. Elon Musk, Jeff Bezos, Bernard Arnault und andere Superreiche gelten als Symbolfiguren dieses Ungleichgewichts.
Quellen
Mehr Milliardäre – und die werden immer reicher
Milliardäre haben einen „überproportionalen“ politischen Einfluss – und sie sind reicher denn je, sagt Oxfam.