Die Supermarktkette Tegut steht vor einer historischen Wende: Die Schweizer Eigentümerin Migros Zürich verkauft den Großteil der Tegut-Filialen an Edeka. Diese Entscheidung markiert das Ende der unabhängigen Tegut-Marke in Deutschland.
Edeka-Übernahme im Detail
Tegut mit Sitz in Fulda wird größtenteils an Edeka übergeben, inklusive Logistikzentrum, Bäckerei und Teo-Märkten. Betroffen sind rund 340 Filialen und über 7.400 Mitarbeiter, deren Jobs weitgehend erhalten bleiben sollen. Der Markenname Tegut verschwindet voraussichtlich bis Ende 2026.
Gründe für den Verkauf
Das schwierige Marktumfeld und rückläufige Umsätze machten Tegut trotz Sanierungen nicht zukunftsfähig. Migros gibt die Sanierung auf und konzentriert sich auf die Schweiz. Gespräche mit weiteren Händlern wie Rewe laufen für restliche Standorte.
Positive Entwicklungen bei Tegut
Trotz Krise eröffnete Tegut kürzlich modernisierte Märkte, wie in Bad Brückenau mit neuer Weinwelt und erweiterter Frischeabteilung. Starke Bewertungen im Masthuhn-Report 2025 unterstreichen Qualitätsansprüche. Ein neuer Getränkemarkt in Viernau startete im Oktober 2025.
Ausblick und Reaktionen
Die Übergabe hängt von der Kartellamts-Zustimmung ab; genaue Filialdetails bleiben vertraulich. Lokale Politiker in Fulda betonen Solidarität mit den Beschäftigten. Tegut-Kunden können zukünftig bei Edeka ähnliche Qualitätsstandards erwarten.
Quellen
Ende der Tegut-Märkte besiegeltDas passiert mit den Filialen in Hessen
Tegut schließt mehr Supermärkte in Deutschland als ursprünglich geplant